Der Frühling kommt.

Am Montag dem 20. 3. 2017 um 11Uhr 29. passiert die Sonne den sogenannten Frühlingspunkt , sie überschreitet den Äquator und wechselt auf die Nordhalbkugel des Himmels. Zum Frühlingsanfang geht unser Zentralgestirn exakt im Osten auf, steht mittags im Süden und geht genau im Westen unter – Tag und Nacht sind gleich lang. Das wohl älteste deutsche Wort für Frühling ist die Bezeichnung Lenz (vom althochdeutschen „lenzo“). Sie bedeutet so viel wie „die Zeit, in der lange Tage sind“ oder „die Zeit, in der die Tage länger werden“
Der Planet Jupiter beherrscht die Nacht , Venus verabschiedet sich vom Abendhimmel. Am 26. März also in ein paar Tagen wir die Sommerzeit wieder eigeführt. Sie gilt bis zum 29. Oktober 2017.

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Der Sozialstaat.

Ist aus heutiger Sicht nach meiner Einschätzung die beste Lösung des Zusammenlebens der menschlichen Gesellschaft. Weder der Kommunismus noch der Kapitalismus haben sich dafür qualifiriert.

Das Leben von Subjekten auf diesem Planeten ist auf seine Artgenossen angewiesen, um die Herausforderungen der Umwelt und seinen Bewohnern zu meistern. Individualität ist kein Dauerzustand, sondern das Ergebnis einer Entwicklung innerhalb der Artgenossen, und daher auch nicht negativ, sondern im Gegenteil oft auch befruchtend.  Wer glaubt asoziales Verhalten zu befördern , ist ein Schädling für die menschliche Gesellschaft und daher ohne jeden Nutzen.

Die heilige Schrift hat das am Anfang der Zivilisation als Wort Gottes in der Bibel zitiert, weil es die grösste Bedeutung für die menschliche Gesellschaft hat. Daraus hat sich die Ethik entwickelt,,die leider der intellektuellen Entwicklung hinterher hinkt,da sie auch leichter manipulierbar ist. Die Natur zeigt uns sehr deutlich am Aussterben anderer Lebewesen, wie wichtig die Ethik ist.  Da der Mensch mit geistigen Fähigkeiten ausgestattet ist, muß er die negativen Einflüsse seiner Entwicklung erkennen und kompensieren und dazu ist die Anwendung der Ethik die Grundlage . 

Die Urtriebe die zum Überleben des Menschen im Anfang seiner Entwicklung notwendig waren , verwandeln sich in zerstörerische Elemente im Laufe seiner Entwicklung.   Die Wandlung einer Gesellschaft muß auch besonders auf ihre Werte achten, die auch nicht ewig in ihrer Gültigkeit bleiben, aber auch nicht vordergründig geändert werden sollten. Die Komplexität einer Gesellschaft ruft nach einer komplexeren Wertegemeinschaft. Und da wir die katastrophalen Folgen unserer Gesellschaft erahnen können, müssen wir gegensteuern, und die Steuerung nicht dem Schicksal oder nicht vorhersehbaren Naturkatastrophen überlassen.

Der Sozialstaat ist die moderne Verkörperung der Idee der Gemeinschaft ihre institutionelle Verwirklichung in der modernen Form eines abstrakten Kollektivs , das auf wechselseitigen Abhängigkeiten und Verpflichtungen sowie auf Solidarität beruht, schreibt der kürzlich verstorbene Soziologe Zygmunt Bauman .  Die Bedeutung des Sozialstaates liegt in der Konsumgesellschaft wie auch in der Industriegesellschaft darin, die Gesellschaft vor den Kollateralschäden zu schützen , die das dominierende Prinzip des sozialen Lebens ohne sozialstaatliche Überwachung , Eindämmung und Lenkung verursachen würde, schreibt er weiter.Er soll verhindern , daß immer mehr Menschen zu Opfern des Marktes werden , zu Ausgeschlossenen , Geächteten oder Unterprivilegierten .

Er hat die Aufgabe die Solidarität vor Erosion zu bewahren, und dafür zu sorgen, daß wir das Gefühl für unsere ethische Verantwortung nicht verlieren. Das ist für eine Situation der Bevölkerungsexplosion die wir erleben und ihr Überleben besonders wichtig . Da wir einige Staatsformen mit teils katastrophalem Ausgang hinter uns haben, haben wir zu einer Staatsform gefunden in der es sich lohnt zu leben und sie zu verteidigen. Vielleicht sollte man zum Schluß darauf hinweisen, daß der Sozialstaat auch ein interessantes Umfeld für Betrüger ist . 

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 Dimensionen des Menschen, ein Aufruf zur Vernunft.

Ein Mechanismus oder ein System ist immer verbunden mit bestimmten Dimensionen die zur optimalen Funktion erforderlich sind.Dies gilt nicht nur für die materielle Welt sondern auch für die geistige, nur daß da die Zusammenhänge und Auswirkungen anders geartet sind.  So ist es auch in unserem Universum, in dem der Sachverhalt deutlich dargestellt ist. Hier steht der Mensch als intelligentestes Lebewesen in der Mitte zwischen dem großen und dem kleinen oder deutlicher :“zwischen dem größten und dem kleinsten.“  Bedingt durch seine Entwicklung hat er sich zunächst als Zentrum der Welt verstanden, bis er durch seine eigene technische Entwicklung plötzlich davon in Kenntnis gesetzt wurde , daß das ein totaler Irrtum war . Sein Horizont erweiterte sich von der Krone der Schöpfung , über das Welt – Zentrum seiner von ihm bewohnten Erde bis zum Urknall , und die Expansion des Universums , mit seinen schwarzen Löchern, und der dunklen Energie, und der Vermutung, daß es weitere Universen gibt , neben unserem.

Der Mensch ist ein Wesen im Metermaß . Er lebt in einem System das man nach oben nur durch eine große Zahl von Lichtjahren beschreiben kann und nach unten , bis weniger als 10^-35 m . ( eine 1 dividiert durch eine 1 mit 35 Nullen. Wir erinnern uns 1 Milliarde ist eine 1 mit 9 Nullen) Unvorstellbar , (jenseits jeglicher Vorstellungskraft ) und damit mit den vielen Millionen Jahren die der Mensch zu diesen Erkenntnissen benötigt hat auch verständlich , daß es solange gedauert hat. In den Zeitspannen haben wir ähnliche Verhältnisse . Das Alter unserer Welt  wird auf 14 Milliarden Jahre geschätzt, und die kürzeste Zeitspanne , die sogenannte Planckzeit ist 5,4 x10^-44 Sekunden. Die Quantenwelt ist so unvorstellbar klein wie die astronomischen Dimensionen groß sind. Die Lichtgeschwindigkeit ist c = 3 * 10 e8 (m/s)  ,  
r = 5 * 10 e-11 (m) ( Radius eines H-Atoms)

Massen: (m)

m Erde            = 6 *10e24 (kg) ; 

m Proton         = 1,7*10e-27 (kg);

m Sonne         =2*10e30 (kg) . ; 

m Elektron    = 9,1*10e-31 (kg).;

Der Maßstab der Astronomie ist das Lichtjahr , etwa vergleichbar mit dem Meter auf der Erde. 1 Lichtjahr = 10e16 (m) .  Wir wissen eine ganze Menge , (aber noch lange nicht alles), und das sollte uns eigentlich  In die Lage versetzen etwas vernünftiger miteinander umzugehen , und unsere Gepflogenheiten zu überprüfen bzw. zu ändern.

Heute leben wir in einer Zeit in der die Bewohnbarkeit der Erde , immer deutlicher in den Vordergrund rückt. Das Hauptproblem ist die Explosion der Bevölkerung und die Pflege unserer Urtriebe , in unserer technisierten Welt . 

Man kann das klar erkennen , und trotzdem geht die Politik als Gestalterin und Führung der Menschheit noch immer nach dem Schema „Verschon mein Haus , zünd andere an.“ vor. Und die Religionen können uns aus dieser Lage nicht befreien, und einige wollen auch nicht eine offene aufgeklärte Gesellschaft.

Wir haben immer noch nicht realisiert daß unsere Erde ein kugelförmiger Körper mit einem Durchmesser von 12,7 * 10^3 ( km ) ist und daher keine unendliche Oberfläche besitzt , von der der größere Teil auch noch mit Wasser bedeckt ist.

Im Gegenteil , das exponentielle Wachstum der Weltbevölkerung geht ungebremst weiter.! Die Menschenmassen verändern vorhandene Strukturen ( siehe gegenwärtige Flüchtlingskrise als Vorwarnung bzw. Vorspiel ) und setzen Kräfte frei , die nicht immer positiv sind. Die Erderwärmung die zumindest teilweise aus dieser Entwicklung resultiert mit ihren teilweise katastrophalen Folgen für die Menschheit , ist ein weiterer Indikator für die mögliche Unbewohnbarkeit der Erde.

Es sieht so aus,daß das Ganze unumkehrbar ist und nur gigantische Natur – Katastrophen diese schädliche Entwicklung bremsen können.  Nur globale Ereignisse wie z. B. das Auslöschen der Dinosaurier vor über 60 Millionen Jahren durch einen Asteroiten – Einschlag auf der Erde. Als zusätzliche Bedrohung kommt hinzu , daß regierende Idioten das Ende der Bewohnbarkeit der Erde noch schneller herbeiführen können , zumal sie auch noch über die Kontrolle über das größte Verwüstungspotential , der Atombombe , verfügen. Keine guten Aussichten , auch Aufrufe der heiligen Schrift gehen ins leere , weil sie in der Massengesellschaft untergehen.

Der Mensch ist wohl ein Produkt der Schöpfung das mißglückt ist , bzw. das von der Schöpfung nicht für eine lange Existenz im universalen Maßstab gedacht ist . Die Ameisen z.B. und auch weitere andere Lebewesen als der Mensch haben sich eher für eine lange Existenz ohne Selbstzerstörung auf unserem Globus entwickelt. Die Menschheit kann sich jedoch nur noch durch die absolute Anwendung der VERNUNFT retten, die auch übrigens in ihrem Gehirn möglich ist.

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Ferngläser und Teleskope für Sterngucker.

    Wenn dich der gestirnte Himmel über Dir neugierig macht,und Du etwas mehr über das interessante Bild des Nachthimmels erfahren willst, so will Dir diese Anleitung einige Typs geben wie man hier weiter kommt ohne nutzlose Investitionen an Zeit und Geld.  Auch in der Astronomie fängt man klein an. Was heißt das? Nun zunächst heißt das,daß man den 1. Schritt in die Himmelsbeobachtung mit dem bloßen Auge tun kann, genau wie es die grossen Kulturen der Babylonier, Ägypter und Griechen getan haben, die ja die Hilfsmittel über die wir heute verfügen nicht hatten. Das Fernrohr wurde erst um 1610 von Galilei zum ersten mal zur Beobachtung des Himmels benutzt. Um die am Nachthimmel sehr unregelmässig verteilten Sterne verschiedener Helligkeit besser zu identifizieren, haben vornehmlich die alten Griechen den nördlichen Sternenhimmel in 44 STERNBILDER eingeteilt.( die südliche Himmelshälfte hat ebenso viel)  Die Hauptsterne dieser Konstellationen wurden mit Eigennamen bedacht,alle Sterne eines Sternbildes sind mit dem griechischen Alphabet gekennzeichnet, in der Regel in aufsteigende Folge nach der Helligkeit. Bevor Du nun zu einem dieser Hilfsmittel greifst, solltest Du schon 12 dieser Sternbilder im Kopf haben und auch identifizieren können.

Erst nachdem Du diese kleine Aufgabe erledigt hast, hoffentlich hat das Spass gemacht, wollen wir zum nächsten Schritt übergehen, und uns zunächst um die hellsten und damit deutlichsten Objekte kümmern  .  An 1. Stelle ist hier der Mond zu nennen. Wenn man mit einem Fernglas z. B . die Oberfläche des Mondes betrachtet, so tut sich dem Beobachter eine neue Dimension auf. Man erkennt jetzt wesentlich mehr Details als mit blossem Auge.So z.B. die grossen dunklen Flächen die sogenannten maria ( plural für das lat. Word mare). Weiter kann man natürlich die Vielfalt der Krater viel besser wahrnehmen. Sowohl die maria als auch die Krater haben Eigennamen, dabei sind die Krater nach berühmten Männern, vornehmlich aus dem Bereich der Astronomie, benannt. Der Terminator, die Grenzlinie zwischen Tag und Nacht auf dem Mond ist ein besonders interessantes Beobachtungsgebiet. Durch sein Schattenspiel hebt er die Höhenunterschiede der Mondoberfläche deutlich hervor . Wenn man die Beobachtungen auf dem Mond häufig genug wiederholt wird die Geographie des Mondes genau so vertraut wie die der Erde . Wenn Du mit einer praktischen Übung anfangen willst, so finde und lerne folgende Stellen auf der Mondoberfläche.

Mare Insularum mit Krater Copernikus und Kepler. Mare Imbrium und Serenatis mit der Berkette der Apeninnen mit Krater Archimedes.  Hochland mit dem Krater Tycho. Mare Crisium mit Krater Proklus. Im Mondrandgebiet um den Südpol ist die bekannte Wallebene CLAVIUS mit den kleineren Kratern im Innern ein beliebtes Objekt bei Photographen.Eine Beobachtung ist in der 2. Woche nach Neumond möglich.

Als nächsten Schritt wenden wir uns den Planeten zu.

1.) DER MERKUR

Dieser Planet ist ziemlich schwierig am Himmel auszumachen.Während der Dämmerung kann man ihn zu bestimmten Zeiten mit dem blossen Auge auffinden,wenn man die ungefähre Position kennt.M. sieht im Fernrohr wie ein Stern aus, also ein Lichtpunkt auf dem man keine Einzelheiten erkennen kann,ein grösseres Teleskop macht aus diesem Punkt ein Scheibchen. Das Erfolgserlebnis für den Beobachter liegt im erfolgreichen auffinden des Objekts.

 2.) Die VENUS.

Bei diesem Planeten kann man bereits mit einem Fernglas die sichelförmige Gestalt erkennen, weshalb sie sichelförmig ist wird schnell klar wenn man die Bahn der Venus mit der Erdbahn im Sonnensystem vergleicht, bei diesem Vergleich wird dann auch klar, wehalb die Venus einmal Morgen.- und einmal Abendstern ist. Im Jahr 1610 beobachtete bereits Galilei zum ersten mal dieses Phänomen, und deutete es als Beweis für das kopernikanische Weltbild das zu diesem Zeitpunkt noch umstritten war, und erst inden folgenden Jahrzehnten die europäische Geisteswelt erschütterte.Du kannst die Beobachtungen nachvollziehen und die Venus zu verschiedenen Zeitpunkten beobachten, und die Überlegungen nachvollziehen.

3.) Der Mars.

Er ist im Fernrohr ein orangenes Scheibchen, bei Fernrohröffnungen ab ca. 8 cm und guten Sichtbedingungen, kann man vielleicht sogar eine Polkappe erkennen Die Grösse des Mars ändert sich entsprechend seiner Stellung zur Erde und hat bei der Opposition seinen grössten Durchmesser.Da seine Bahn relativ stark exzentrisch ist, ändert sich auch sein Durchmesser von Opposition zu Opposition Bei der sogenannten Perihel Opposition erscheint der Planet am grössten.

4.) Der Jupiter.

Hier haben wir ein besonders interessantes Objekt für das Fernglas, mit dem man,( am besten auf einem Stativ montiert), die 4 hellsten Monde ( von insgesamt 16 ) Io, Europa, Ganymed und Kallisto. ( auch nach ihrem Entdecker Galileische Monde genannt.) beobachten kann. Sie stehen fast in 1 Linie in der Verlängerung des Äquators, in Positionen mit Mustern die sich täglich ändern. Die beiden äusseren Planeten Kallisto und Ganymed, kann man am deutlichsten erkennen. Alle 4 Monde sind ganz grob gesehen so gross wie unser Erdmond (Erdmond = 3476 km,  Io = 3632 km, Europa = 3126 km, Ganymed = 5276 km, Kallisto = 4820 km ), das gibt uns eine anschauliche Vorstellung von der Entfernung des Jupiter. Jupiter ist im Fernrohr ein deutliches Scheibchen auf dem man deutliche Strukturen erkennen kann.Wenn man den richtigen Zeitpunkt auswählt kann man sogar den grossen roten Fleck sehen, allerdings ist dies nur mit einem Teleskop~ grösser 12 cm Öffnung möglich.       

5.) Der Saturn.

Der Ringplanet gibt sine Ringe erst ab einer Vergrösserung von ca. 20 für den Beobachter frei.Gegenwärtig sind 23 Saturnsatelliten bekannt, davon wurden10 von der Erde aus entdeckt, die übrigen von den VOYAGER- Missionen. Dies ist die grösste Zahl von bekannten Begleitern eines Planeten im Sonnensystem. Der grösste dieser Satelliten ist TiTAN, den man bereits mit dem Fernglas erkennen kann. Er ist nach Ganymed dem Jupitermond der grösste Mond des Sonnensystems.Er hat einen Durchmesser von über 5000 km , und hat als einziger Mond eine eigene Atmosphäre die hauptsächlich aus Stickstoff besteht, ähnlich wie die Atm. der Erde. Die visuelle Grössenklasse des Mondes liegt bei 8 m , also 2 Grössenklassen ausserhalb der mit blossem Auge beobachtbaren Objekte. Er entfernt sich max. etwa so weit von Saturn wie Europa von Jupiter.

6.) URANUS ; NEPTUN ; PLUTO.

Zusammen mit den grossen Asteroiden, kann man diese Planeten nur mit dem Teleskop auffinden. Dabei ist Pluto mit Abstand das schwierigste Objekt, man kann ihn nur definieren, wenn man das Sternenfeld seiner Umgebung genau kennt,oder wenn man über eine längere Zeitspanne seine Bewegung verfolgt.Hier liegt das Erfolgserlebnis des Amateurs wiederum im Auffinden, und gesehen haben. 

 7.) Über das Sonnensystem hinaus.

Je weiter man mit dem Fernglas in die Tiefe des Universums vorstösst,desto schwieriger wird naturgemäss die Beobachtung. Die grössten Probleme bringen die Instabilität des Fernglases und die Orientierung. Beide Probleme werden grösser mit zunehmender Vergrösserung.Gegen die Instabilität kann man mit Stativ und Liegestuhl ankämpfen. Gegen das Orientierungsproblem kann man mit dem Studium von Sternkarten etwas tun.

Die beste Lösung zur Beseitigung dieser Probleme ist das Teleskop auf einer soliden Montierung. Wenn die Mittel beschränkt sind, mit Handnachführung, wenn es der Geldbeutel zulässt, mit motorischer bzw. automatischer Nachführung.

8.) Die Auswahl eines Fernrohres.

Grundsätzlich gilt, jede optische Hilfe bringt einen tieferen Einblick in die Welt der Doppelsterne, Sternhaufen oder auch Galaxien. Die Leistung eines Fernglases wird durch die Zahlen z. B. 8 x 50 beschrieben, wobei die 8 für die Vergrösserung steht, und die 50 für die Öffnung in mm. Der Nichtfachmann hält meist die V. für das entscheidende Qualitätsmerkmal eines Gerätes. Es ist jedoch nicht so einfach. Eine grosse V. ist sinnvoll bei der Beobachtung von Doppelsternen, Sternhaufen oder den Jupitermonden. Nachteilig ist dagegen ein kleineres Blickfeld, und eine Verstärkung vorhandener Instabilität.Die Luftunruhe wir auch verstärkt. Aus diesem Grund sollte man bei der Beobachtung mit dem Fernglas nie über eine V. von 10 gehen, wenn man aus der Hand beobachtet. Die Öffnung eines astr. Beobachtungsinstrumentes gleich welcher Art, bestimmt das Lichtsammelvermögen und somit die Helligkeit eines Objektes. ( bei lichtschwachen Objekten ist dies besonders wichtig) Hier sollte man beim Kauf keine Kompromisse eingehen. Öffnung bringt Licht und damit ein helleres Objekt ( Bei der Mondbeobachtung ist das kein Thema, hier sollte man im Gegenteil eine Blende vor die Öffnung bringen um die Lichtfülle zu reduzieren). Die Pupille des menschlichen Auges hat einen Durchmesser von 6….ca.8 mm. Ein Fernglas von 50 mm Öffnung bringt die ( 50 / 6 ) * 2 = 69 fache Lichtstärke,im Vergleich zur Beobachtung mit blossem Auge. Das sind ca. 4,5 Grössenklassen Unterschied. Wenn man mit dem blossen Auge noch Objekte der Grössenklasse 6 wahrnimmt, so kann man mit dem 50 mm Glas noch Helligkeiten der Grösse 10,5 erkennen.

Ein 50 mm Glas hat die 4 fache Lichtstärke einer 25 mm Version.Dieser optische Vorteil der grösseren Öffnung, hat allerdings ein höheres Gewicht und einen höheren Preis zur Folge. Wer mit dem Fernglas den Himmel beobachten will, dem bietet der Wintersternhimmel besonders schöne Objekte wie : Die beiden offenen Sternhaufen, Plejaden und Hyaden im Stier, der Orionnebel ( M42 ), und der offene Sternhaufen Krippe ( lat. Praesepe ) im Krebs.Weitere interessante Sternhaufen sind M35 in den Zwillingen, M 41 im grossen Hund. Rund 4° von Sirius findet man leicht den offenen Haufen M41 den man leicht mit dem Fernglas ausmachen kann. Rund 10° nördlich von Sirius auf der Linie Sirius – Prokyon ist M50 mit seiner Helligkeit von 6,3 m gut in einem Fernglas zu erkennen 

9.) Die Auswahl eines Teleskops.

Früher oder später stellt sich der Amateur die Frage nach dem Kauf eines grösseren Instrumentes.Dabei gibt es folgendes zu berücksichtigen:

1.) WO aufstellen ?                     2.) WAS beobachten ? 

 3.) WIE transportieren ?          4.) WIEVIEL investieren ?

Zunächst gilt im Prinzip das was über das Fernglas gesagt wurde auch für Teleskope, also auch hier Öffnung ! Nun gibt es beim Teleskop im Gegensatz zum Fernglas  einige Konstruktions-Varianten die sich in der Art des Strahlengangs und durch die optische Ausstattung wie Linsen oder Spiegel und deren Anzahl und Anordnung unterscheiden.

Das is ein sehr umfangreiches Thema, daher wird hier auf die einschlägige Literatur verwiesen, alle Systeme haben ihre Vor.- und Nachteile,welchen Kompromiss man wählt, ist letztlich eine subjektive Entscheidung die sich an den individuellen Erfordernissen und Ansprüchen orientiert.

Ein wichtige weiterer Punkt, soll hier nicht unerwähnt bleiben. Durch die wesentlich grössere Reichweite eines Teleskops erweitert sich das beobachtbare Universum erheblich Dies stellt wesentlich höhere Ansprüche an das Wissen des Beobachters zu astronomischen Themen .Mit dem Umgang mit Sternkarten bzw. Atlanten und Sternkalender  sowie der Positionskoordinaten ,sollte man jetzt vertraut sein, um das Instrument auszunutzen.

Zu den Montierungen noch ein Hinweis, auch das beste Teleskop ist nutzlos, wenn die Montierung nichts taugt, das heisst wenn sie nicht stabil genug ist.Auch hier gilt k e i n e Kompromisse. 

10.) Allgemein kann man zusammenfassen : 
Mond , Planeten und enge Doppelsterne machen eine hohe Vergrösserung und scharfe Auflösung erforderlich. Hier ist ein Refraktor oder ein Reflektor mit mind. F /10 erforderlich Sehr schwache, sogenannte Deep Sky Objekte, wie Galaxien und galaktischen Nebel benötigen die feine Auflösung nicht, dafür benötigt man eine hohe Lichtstärke, also eine grosse Öffnung. Ein grosser Reflektor ist hier die beste Lösung.

 Wenn man sich nicht spezialisieren, oder keine 2 Teleskope will, dann ist der sogenannte SCHMIDT – CASSEGRAIN ,mit 8″ und F / 8 oder F / 6 vielleicht das beste Universalinstrument.  Beachten sollte man auch, dass man mit dem Instrument nicht nur beobachtet, man muss es auch lagern , transportieren, montieren, demontieren.  Also Vorsicht , sonst kauft man sich vielleicht einen weissen Elefanten,der nur sehr selten benutzt wird, und dann in einer Ecke landet. Ein weiterer Hinweis: Ein 10 cm Teleskop zeigt mehr als eine 30 cm Version, wenn es häufiger benutzt und sinnvoll eingesetzt wird. Wie gut Deine astronomischen Kenntnisse gedeihen , hängt davon ab wie oft Du beobachtest.Wenn dann auch noch die richtigen Objekte ausgewählt werden, denke daran, jedes Fernrohr hat seinen Himmel,dann kannst Du nachvollziehen warum es so viele begeisterte Sterngucker gibt! 

W.M.12/99.


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Aus der neuen Bibelübersetzung.

*Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen , bis du wieder zu Erde wirst , davon du genommen bist. Denn Staub bist du ,und zum Staub kehrst du zurück.

*Tu von dir die Falschheit des Mundes, und sei kein Lästermaul.

*Wer zugrunde gehen soll der wird zuvor stolz; und Hochmut kommt vor dem Fall. Besser niedrig sein mit den demütigen , als Beute austeilen mit den Hoffärtigen.

*Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben, und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen.

*Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht ,der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute.

*Und er sprach zu ihnen : zündet man denn ein Licht an, um es unter den Scheffel oder unter die Bank zu setzen ?

*Und ich sah in der rechten Hand dessen der auf dem Thron saß , ein BUCH , beschrieben innen und außen, versiegelt mir 7 Siegeln .

*Wer seinem Nächsten die Nahrung nimmt , der tötet ihn. Wer dem Arbeiter seinen Lohn nicht gibt, der ist ein Bluthund.

*Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln.

*Und du wirst tappen am Mittag wie ein Blinder tappt im Dunkeln.

*Da ließ der Herr Schwefel unf Feuer regnen ,vom Himmel herab auf Sodom und Gomorra und vernichtete die Städte und die ganze Gegend.

 ( Auszüge aus der ZEIT Nr. 10 vom 2. März 2017 )

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Über unseren Mond und seine Bedeutung (2)

Stellung des Mondes . Die Stellung des Mondes und die Jahreszeiten. Die Position des Mondes über dem Horizont verändert sich im Verlauf eines Jahres erheblich. Von aufmerksamen Beobachtern wird das registriert und gefragt was kann die Ursache für dieses seltsame Verhalten sein. Kurz gesagt ist die Erklärung hierfür die Neigung der Erdachse zur Bahnebene der Erde um rund 23°, dabei neigt sich die Bahnebene des Mondes nur um ca. 5° zur Erdbahnebene.  Für die folgende Erklärung wählen wir eine grobe Betrachtungsweise , und nehmen an, daß die Mondbahn in derselben Ebene liegt wie die Erdbahn, wir schenken uns die 5°, damit wird der Zusammenhang einfacher nachvollziehbar.

Folgende Daten müßen wir in unsere Überlegungen einbeziehen:

 Die Erde umrundet die Sonne in ca.365 Tagen, sie bewegt sich also um ca. 1° pro Tag.       Der Mond umrundet die Erde mit einer Rotationsperiode von 27,3 Tagen , in einem Tag bewegt er sich somit um 360 / 27,3 ~ 13°. Der Mond bewegt sich also 13 mal schneller um die Erde, wie die Erde um die Sonne. ​Wie oben bereits angedeutet, legen wir die Mondbahnebene in die Erdbahnebene,und können so die Bewegungen direkt miteinander vergleichen.  Durch die Neigung der Erdachse zur Erdbahn führt die Sonne im Laufe eines Jahres eine scheinbare Bewegung um den Äquator aus. Zur Erinnerung, im Sommer steht sie 23° über dem Äquator, also bei 23°N im Zenit, und im Winter unter dem Äquator, also bei 23° S im Zenit. Im Frühlings und Herbstanfang überschreitet sie den Äquator. nach oben und unten.M Die Stellung der Sonne im Laufe eines Jahres ändert sich also in ihrer Kulmination im Süden um 46°. In 50° nördlicher Breite liegt der Bereich von 17° bis 63° über dem Horizont.​Ferner bewegt sich die Sonne jeden Tag um 1° nach links, also von West nach Ost. Der Mond bewegt sich in dieselbe Richtung, nur 13 mal schneller, also pro Tag 13°. Beginnen wir unsere Betrachtung bei Neumond, zu diesem Zeitpunkt steht der Mond bei der Sonne, und beschreibt mit ihr ungefähr denselben Tagbogen. 1 Tag später hat sich der Mond um 13° weiterbewegt , und steht da wo die Sonne in 13 Tagen stehen wird , usw. in 7 Tagen, also einer Woche, steht er in der Pos. der Sonne in 3 Monaten., und in 14 Tagen, also zur Vollmondzeit steht er in der Position die von der Sonne in einem halben Jahr erreicht wird. Der Vollmond steht in Opposition zur Sonne, also um 180° oder ½ Sonnen-Bahn oder ½ Jahr versetzt. Wenn die Sonne also z.B. im Winter am niedrigsten steht, so steht der Vollmond im Winter am höchsten. Im Hochsommer zur Sommersonnenwende wenn die Sonne am höchsten steht, nimmt der Vollmond seine niedrigste Position ein. Ein anderes Beispiel, der zunehmende Halbmond (7 Tage nach Neumond) steht immer dort, wo die Sonne in 14 Wochen, also einem Vierteljahr ist. Also: Im Frühjahr macht der zunehmende Mond den großen Bogen, den die Sonne im Sommer macht. Und im Herbst den flachen Bogen der Wintersonne.  Ein weiteres Beispiel: Welchen Bogen macht der Mond Mitte Mai fünf Tage vor Vollmond? Fünf Tage vor Vollmond heißt 9 Tage nach Neumond. Und die bedeuten 18 Wochen. 18 Wochen nach Mitte Mai ist Ende September. Der fast volle Mond vor Pfingsten macht also den selben Bogen wie die Sonne am Herbstbeginn. Er geht ziemlich genau im Osten auf und im Westen unter und ist etwa 12 Stunden zu sehen. Natürlich wird die Mondposition noch durch die Neigung der Mondbahn zur Erdbahn um ca. 5° beeinflußt,so daß die Vollmond Positionen noch deutlich von den entsprechenden Sonnenpositionen nach oben oder unten abweichen können.

  „Blue Moon“

 Am 31. August 2012 konnten wir den den 2. Vollmond des Monats am Himmel sehen. In Englisch wird er auch „blue moon“ genannt. Damit haben wir 13 Vollmonde anstatt der üblichen 12 pro Jahr. Das Ereignis des blauen Mondes findet 7 mal alle 19 Jahre statt. Den nächsten blauen Mond können wir erst wieder am 31.July 2015 beobachten. Üblicherweise haben Monate nur einen Vollmond , aber gelegentlich schleicht sich ein zweiter in einem Monat ein, das kommt daher , daß Vollmonde alle 29 Tage stattfinden während Monate 30 bzw. 31 Tage lang sind, daraus ergibt sich die Möglichkeit nach einer gewissen Zeit, dass 2 Vollmonde in einem Monat erscheinen. Das passiert im Durchschnitt alle 2 ½ Jahre.

 Die Bahn des Mondes

 Am 15.12..2005 war Wintervollmond.  Er hatte eine eigentümliche Besonderheit. Er stand außerordentlich hoch am Nachthimmel , dies hatte zur Folge, daß der Vollmond 16 Stunden und 46 Minuten über dem Horizont war. Am 16. 12. hatten wir die längste Vollmondnacht die überhaupt möglich ist. Tatsächlich war er bei seinem Durchgang durch den Meridian nur ca. 20° unterhalb des Zenits für die Beobachter unserer geographischen Breite. Nach dem Kosmos Himmelsjahr hat der Mond am 16.12. eine Deklination von 28,3°. Die max. Deklination der Ekliptik ist 23,4° und entspricht der Neigung der Erdachse zu ihrer Bahn. Was ist der Grund für diese außerordentliche Stellung?  Nun es gibt 2 Gründe dafür, die wir hier erläutern wollen. Der erste Grund ist die bekannte Tatsache,dass der Wintervollmond immer am höchsten steht,weil die Sonne ihren niedrigsten Stand erreicht hat. Da der Vollmond in Opposition zur Sonne steht, erreicht er zu diesem Zeitpunkt seinen höchsten Stand. Das ist aber nichts außergewöhnliches und findet jedes Jahr statt. Warum es Unterschiede in der Höhenstellung des Wintervollmondes gibt, verstehen wir, wenn wir uns die Eigenschaften der Mondbahn etwas genauer anschauen. Wie die Planeten, bewegt sich der Mond immer in der Nähe der Ekliptik, also der Erdbahn, dabei entfernt er sich nie mehr als 5° Seine Bahn ist um diesen Winkel zur Ekliptik geneigt. Während eines Monats, also einem Umlauf überschreitet er daher die Ekliptik 2 mal, eine Hälfte verbringt er nördlich und die andere südlich. Die Punkte in denen der Mond die Ekliptik überschreitet nennt man Knotenpunkte. Man unterscheidet aufsteigende und absteigende Knoten. Die Erde nimmt auf ihrer Jahresbahn die Bahn des Mondes mit um die Sonne herum  Die Knotenlinie der Mondbahn zeigt dabei allerdings nicht immer auf denselben Punkt des Himmels, aber sie behält auch in Bezug auf die Sonne nicht ihre Stellung bei. Wenn sich der Mond entlang seiner Bahn in Richtung absteigenden Knoten bewegt, bewirkt die Anziehungskraft der Erde, dass der Mond auf die Ebene der Ekliptik herabgedrückt wird, so dass er diese etwas eher erreicht als er es ohne den Einfluss der Erde tun würde. Der analoge Mechanismus findet beim aufsteigenden Knoten statt. Das führt dazu, dass sich die Knoten bei jedem Umlauf des Mondes um einen kleinen Betrag nähern, ihm also entgegengehen  Das heißt die Knotenlinie ist langsam rückläufig, man spricht daher auch von der regressiven Bewegung der Knoten. Die Knotenlinie bewegt sich also entgegengesetzt zur Mondbewegung, und vollendet einen Umlauf von 360° in 18,6 Jahren Der Vollmond steht am Himmel immer der Sonne gegenüber. Aus diesem Grund steht er im Winter hoch am Himmel, im Sommer dagegen deutlich näher am Horizont. Als Faustregel kann man sagen , der Vollmond steht immer dort am Himmel, wo die Sonne ein halbes Jahr später stehen wird. In Intervallen von 18,6 Jahren fällt der aufsteigende Knoten mit dem Frühlingspunkt zusammen. Das ist der Zeitpunkt,wenn Der nördlichste Punkt der Mondbahn 5° über der Ekliptik steht, und der südliche Punkt 5° darunter. Das bedeutet,dass der Wintervollmond noch 5° über der nördlichsten Position der Ekliptik steht, also der Sonnenstellung am längsten Tag des Jahres.  In dieser Zeit geht dann der Mond nur noch für wenige Stunden unter,während er im Sommer darauf , wenn er sich 5° unter dem Punkt befindet, den die Sonne am kürzesten Tag des Jahres einnimmt, nur für ein paar Stunden um Mitternacht sichtbar ist. Gute 9 Jahre später, wenn die Knotenlinien ein halbe Umdrehung gemacht haben, ändern sich die Verhältnisse wesentlich. Der Wintervollmond steht dann 10° tiefer am Himmel wie vor 9 Jahren und der Sommervollmond steht 10° höher. Die Bahn des Mondes ist, ebenso wie wie die Planetenbahnen eine Ellipse. Den erdnächsten Punkt nennt man das Perigäum Das Perigäum der Mondbahn, wandert im Laufe der Zeit weiter in derselben Richtung wie der Mond selbst , das Perigäum ist rechtläufig, und macht in 8,9 Jahren einen vollen Umlau.  Wenn dann die Hälfte der erdzugewandten Seite beleuchtet wird, ist der Mond im ersten Viertel, er hat 1/4 seiner Bahn zurückgelegt. Dann nimmt er weiter zu, bis er schlieslich voll ist, wir haben dann VOLLMOND. Beim weiterem fortschreiten auf seiner Bahn, beginnt er nun abzunehnmen,( der Mond nähert sich jetzt von der anderen Seite wieder der Sonne ) erreicht das letzte Viertel, und wird wieder zu einer Sichel und zum NEUMOND, damit beginnt dann der nächste Zyklus. Der ganze Zyklus wiederholt sich alle 29,53 Tage, daher erschien es den frühen Kulturen als ob der Mondumlauf mal 30 und mal 29 Tage dauert.Man sprach in diesem Zusammenhang von Monden oder Monaten. Darauf basierte auch der Mondkalender viele tausend Jahre lang. Noch heute bilden die Mondphasen die Grundlage für den jüdischen und den moslemischen Kalender. Der Mond bewegt sich relativ zum Fixsternhimmel um ca. 13° pro Tag nach Osten, während er sich durch die tägliche Drehung der Erde (360° pro Tag ) nach Westen bewegt. Diese Bewegung ist dominierend, so dass er sich in der Summe der beiden gegenläufigen Bewegungen von Ost nach West bewegt. Daher geht auch der Mond im Osten auf, und im Westen unter, genauso wie die Sonne auch. Der Zeitunterschied zwischen einem Mondaufgang und dem nächsten, nennt man Retardation. Ihr mittlerer Wert liegt bei 50 min. Der Wert schwankt durch die Neigung der Bahnen zum Äquator und die nicht gleichförmige Bewegung von Sonne und Mond in Ihren elliptischen Bahnen. Die Ursache für die Retardation ist die tägliche 13° West – Ost Bahnbewegung des Mondes. Auf der Nordhalbkugel ist die Retardation im Frühjahr um den März am grössten, da die Bahn des Mondes am steilsten auf dem Horizont steht. Um den September ist sie am kleinsten, wenn die Bahn am flachsten ist. Man spricht hier auch vom Ernte – Mond ( Harvest – Moon ), da in diesem Zeitraum der Ernte, der Vollmond früher aufgeht. Es ist seit altersher bekannt, dass das täglich zweimalige Steigen und Fallen des Meeresspiegels, irgendwie mit der Stellung des Mondes zusammenhängt. Im 17. Jahrhundert hat man jedoch erst eine befriedigende Erklärung dieses Gezeitenphänomens gefunden. Dabei hat sich bestätigt, dass die Gezeiten im wesentlichen durch die Wirkung der Gravitation des Mondes entstehen. Diese Kraft führt zu einer leichten Aufwölbung der Ozeane in Richtung der Stellung des Mondes Infolge der Erdrotation passiert jeder Punkt der Erdoberfläche diese Aufwölbungen, und erfährt demzufolge Flut und die nachfolgende Ebbe. Warum es 2 dieser Flutberge auf der Erde gibt, einen auf der mondzugewandten und einen auf der mondabgewandten Seite, kann man wohl am besten so erklären, dass die Anziehungskraft des Mondes am stärksten auf der mondzugewandten Seite wirkt, auf der mondabgewandten Seite herrscht eine durch den grossen Erddurchmesser bedingte geringere Gravitationskraft, daher bildet das Wasser hier eine Aufwölbung auch in die entgegengesetzten Richtung. Diese 2 Flutberge wandern mit der Periode des Mondes um die Erde und würden alle 13,65 Tage eine Flut erzeugen, wenn sich die Erde nicht drehen würde Da aber die Erde selbst in 24 Stunden eine Umdrehung macht, finden die Fluten in Abständen von ca. 12 Stunden und 25 min. statt. Erde und Mond werfen beide sehr lange kegelförmige Schatten in den Weltraum. Wenn die Erde den Schattenkegel des Mondes durchquert , spricht man von einer Sonnenfinsternis. Wenn andererseits der Mond den Erdschatten passiert, gibt es eine Mondfinsternis, die im Gegensatz zu der Sonnenfinsternis von der gesamten Nachtseite der Erde aus gesehen werden kann Während einer Mondfinsternis verschwindet der Mond nicht vollständig, da Sonnenlicht das durch die Erdatmosphäre gebrochen wird, die Mondoberfläche noch schwach beleuchtet Das Aussehen des Mondes während einer Finsternis hängt daher von dem Zustand der Erdatmosphäre ab, die dem Mond eine rötliche bzw. kupferähnliche Farbe geben kann.

 Der Kalender

 Der Kalender gehört zu den Dingen mit denen wir täglich umgehen , und als selbstverständlich akzeptieren, ohne uns weitere Gedanken darüber zu machen Daß die Sonne mit ihrem Tages und Jahreslauf den Kalender bestimmt ist wohl allgemein bekannt,daß aber der Mond auch einen Einfluß, insbesondere auf religiöse Feiertage hat,darüber soll hier berichtet werden. Besondere Beachtung wird dem Kalender geschenkt, wenn Feiertage wie Ostern anstehen,speziell dann wenn sie zu einem verlängerten Wochenende verhelfen. In der christlichen Religion ist das Osterfest von der Stellung des Mondes abhängig, das ist die Ursache für das erhebliche pendeln des Osterdatums, und verbunden damit Fastnacht, Himmelfahrt und Pfingsten Wie kam es zu dieser Gepflogenheit? Die Antwort findet man in der Bibel . Die Kreuzigung Christi fand am Tag vor dem Passahfest, dem Hauptfest der Juden statt. Die Auferstehung am 3. Tag danach . Das Passahfest fällt auf einen Tag an dem in früheren Zeiten eine Mondgottheit verehrt wurde. Es wird bei Vollmond am 14. Nisan ( jüdischer Monatsname) gefeiert. Der Nisan ist der Monat in den die Frühlings – Tag und Nachtgleiche fällt , also der März. Der jüdische Kalender ist ein reiner Mondkalender und richtet sich nach dem natürlichen Monat , also dem Zeitraum den wir einen synodischen Monat nennen, den Zeitraum von einer bestimmten Mondphase zur nächsten. Also z.B. Neumond zu Neumond oder Vollmond zu Vollmond . Der jüdische Monat begann im Altertum nicht nach irgendeiner Rechnung, sondern nach Beobachtung. Wenn vom Tempel in Jerusalem die erste dünne Neumondsichel am Abendhimmel gesichtet wurde, wurde das allgemein verkündet, und damit begann der neue MonatGenauso ist man wohl im alten Rom vorgegangen. Die ersten Monatstage führten den Namen „Calendae“ was soviel wie Ausrufer bedeuted. So entstand das Wort Kalender.Wenn der Monat mit der ersten beobachteten Neumondsichel begann , mußte der 14. Tag dann auf den Vollmond fallen. So kommt es zu der Faustregel , daß Ostern am 1. Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang stattzufinden hat, was jedoch nicht immer stimmt. Auf dem berühmten Konzil von Nicäa im Jahr 325 hat man dann eine Regel beschlossen, die unabhängig von einer Beobachtung zu berechnen ist  Die Einzelheiten ersparen wir uns, Wie bereits erwähnt, sind mit Ostern andere Termine verknüpft. Der Fastnachtsdienstag eröffnet eine 40 tägige Fastenzeit, die am Palmsonntag endet. Ostern beginnt dann die ebenfalls 40 Tage dauernde Periode bis zum Himmelfahrtsfest, auf das wieder in 10 Tagen Abstand Pfingsten folgt  Die 40 Tage Perioden haben natürlich auch wieder einen historischen Hintergrund. Sie sind sogenannte Läuterungszeiten. Im alten Ägypten war der hellste Stern am Nachthimmel „Sirius“ ein Stern, der im ganzen Leben des Landes eine wichtige Rolle spielte Im Sommer war er für 40 Tage unsichtbar, weil er mit der Sonne am Taghimmel stand. Wenn er wieder zu sehen war, kam die Zeit der Nilüberschwemmungen , die für die Landwirtschaft sehr wichtig war. Sirius hatte damit hier auch eine Kalenderfunktion .     Der Koran legt fest,daß der Fasten – Monat „Ramadan“ beginnt, wenn nach Sonnenuntergang die Mondsichel zum ersten mal mit bloßem Auge über dem Horizont entdeckt werden kann.(also dieselbe Prozedur wie im jüdischen Kalender  Das Ende ist dann 29 oder 30 Tage später, wenn die Mondsichel des zunehmenden Mondes das nächste mal zuerst am Abendhimmel gesichtet wird Wenn man dieses Ereignis nun zeitlich festlegen soll , ergeben sich naturgemäß einige Probleme Sie sind darin begründet,daß die Monduntergangszeiten und damit auch die Sichtbarkeit der Mondsichel auf verschiedenen Breitengraden unterschiedlich ist, diese Tatsache gewinnt an Bedeutung seit sich die gläubigen Moslems auch in nördlicher Richtung ausgebreitet haben, und damit eine Vereinheitlichung der Zeitbestimmung schwieriger wird .Ferner spielt die Luftverschmutzung eine wichtige Rolle, bei der Sichtbarkeit des Neumondes kurz über dem Horizont . Und dann sind natürlich die Wolken und der Dunst der jeweiligen Wetterlage auch noch von entscheidender Bedeutung. Kein Wunder, daß diese Festlegung immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen den Gläubigen führt in der Art, daß für einige religiöse Muslime der Fasten- Monat Ramadan in 2005 z.B. am Dienstag Abend dem 4. Oktober ,und für die anderen erst am nächsten Tag begonnen hat.

Allgemein:

 Es bereitet dem Beobachter immer wieder grosses Vergnügen, den Mond zu betrachten, dazu ist selbst das kleinste Fernrohr, auch ein Fernglas, gut genug.Er verändert sein Aussehen täglich. Er zeigt uns ein ständig wechselndes Panorama von Bergen, Kratern, Tälern, Tiefebenen und GipfelnAuch nach der Landung von Menschen auf dem Mond, hat er nichts von seiner Romantik und Faszination verloren . Er ist der ständige Begleiter unserer Erde auf der Bahn um die Sonne, und der nächste aller Himmelskörper, und damit nach der Sonne auch der wichtigste Mondbeobachtungen waren für frühere Zivilisationen , für die Zeitmessung und auch für die Bestimmung von Jahreszeiten ausserordentlich wichtig, und hatten daher sogar religiöse Bedeutung Um 270 v. Chr.machte Aristarch von Samos einen ersten Versuch einer Entfernungsangabe des Mondes.Er bediente sich dabei geometrischer Methoden die zu dieser Zeit nur für die Erdvermessungen angewendet wurden.Das Ergebnis lag zwar weit neben der Realität, war aber insofern bedeutsam, als es eine vernünftige Schätzung auf der Basis der Geometrie darstellte. Der Erdmond ist im Rahmen des Sonnensystems relativ unbedeutend, aber doch im Vergleich zur Erde relativ gross, da er einen Durchmesser von 3476 km hat,und damit mehr als ein Viertel des Erddurchmessers misst. Er hat rund 1/81 der Erdmasse. Im Sonnensystem gibt es 5 Monde die grösser sind als unser Erdmond, davon 3 im Jupitersystem, je 1 beim Saturn und Neptun. Diese gehören aber zu Planeten die mehrere 100 mal mehr Masse haben als ihre Monde Daher wurde das System Erde-Mond auch manchmal als Doppelplanet bezeichnet Diese spezielle Relation war natürlich auch von Bedeutung bei der Suche nach dem Ursprung des Mondes. Darüber gibt es mehrere Hypothesen,wie Abspaltung von der Erde, Einfangen durch die Erde, und Bildung von Erde und Mond als Doppelplanet, von denen jedoch keine bestätigt werden konnte Heute geht man davon aus, dass die Erde am Anfang ihrer Existenz, also vor ca. 4 Milliarden Jahren mit einem Körper von der Grösse des Mars kollidiert ist, und sich durch diese Katastrophe die Erde und der Mond zu dem System entwickelt haben wie wir es heute sehen. Durch Modellrechnungen am Computer wurde dieses Modell bestätigt Von der Erde aus gesehen bewegt sich der Mond in einer elliptischen Bahn mit der Erde in einem Brennpunkt, Korrekt ausgedrückt, umkreisen Erde und Mond zusammen den Schwerpunkt des Erde Mond Systems. da aber die Erde eine bedeutend höhere Masse hat als der Mond, liegt der Schwerpunkt dieses System noch innerhalb der Erdkugel, und zwar 1600 km unter der Erdoberfläche. Der Abstand des Mondes von der Erde, gemessen von Mittelpunkt zu Mittelpunkt, variiert von 356 410 km bis zu 406 679 km. Der mittlere Abstand beträgt 384 392 km. Die Ebene der Mondbahn ist zur Ebene der Erdbahn um die Sonne um 5,9° geneigt, er kreuzt damit die Erdbahnebene in 2 Punkten,auch Knoten genannt, wenn er sich von unten nach oben (aufsteigender Knoten ),und von oben nach unten (absteigender Knoten ) durch die Erdbahnebene , auch Ekliptik genannt, bewegt. Der Mond hat kein eigenes Licht, er scheint nur, weil er Licht von der Sonne reflektiert. Die von der Sonne abgewandte Seite ist immer dunkel. Die scheinbare Form des Mondes , seine Phase , hängt von seiner Position auf der Bahn um die Erde ab. Wenn er sich zwischen Sonne und Erde befindet, so dass die von der Sonne beaufschlagte Fläche des Mondes von der Erde aus nicht sichtbar ist, haben wi NEUMOND. Kurz danach ist eine schmale Sichel zu sehen.Die Grenze zwischen dem beleuchteten und unbeleuchteten Teil des Mondes nennt man TERMINATOR. Da die Mondoberfläche nicht eben ist, erscheint er sehr unregelmässig , und damit sehr reizvoll. Wenn er sich dann auf seiner Bahn weiterbewegt, so wächst die Sichel , und der Mond nimmt zu .Je mehr das Mondlicht zunimmt, desto weiter entfernt sich der Mond von der Sonne Während der Sichelphase ist der unbeleuchtete Teil des Mondes oft deutlich sichtbar ( aschgraues Licht ) . Dieses Phänomen ist auf die Reflektion des Sonnenlichts durch die Erde zurückzuführen Wenn dann die Hälfte der erdzugewandten Seite beleuchtet wird, ist der Mond im ersten Viertel, er hat 1/4 seiner Bahn zurückgelegt Dann nimmt er weiter zu, bis er schließlich voll ist, wir haben dann VOLLMOND. Beim weiterem fortschreiten auf seiner Bahn, beginnt er nun abzunehmen,( der Mond nähert sich jetzt von der anderen Seite wieder der Sonne ) erreicht das letzte Viertel, und wird wieder zu einer Sichel und zum NEUMOND, damit beginnt dann der nächste Zyklus. Der ganze Zyklus wiederholt sich alle 29,53 Tage, daher erschien es den frühen Kulturen als ob der Mondumlauf mal 30 und mal 29 Tage dauert Man sprach in diesem Zusammenhang von Monden oder Monaten. Darauf basierte auch der Mondkalender viele tausend Jahre lang. Noch heute bilden die Mondphasen die Grundlage für den jüdischen und den moslemischen Kalender. Der Mond bewegt sich relativ zum Fixsternhimmel um ca. 13° pro Tag nach Osten, während er sich durch die tägliche Drehung der Erde (360° pro Tag ) nach Westen bewegt. Diese Bewegung ist dominierend, so dass er sich in der Summe der beiden gegenläufigen Bewegungen von Ost nach West bewegt .Daher geht auch der Mond im Osten auf, und im Westen unter, genauso wie die Sonne auch. Der Zeitunterschied zwischen einem Mondaufgang und dem nächsten, nennt man Retardation. Ihr mittlerer Wert liegt bei 50 min. Der Wert schwankt durch die Neigung der Bahnen zum Äquator und die nicht gleichförmige Bewegung von Sonne und Mond in Ihren elliptischen Bahnen Die Ursache für die Retardation ist die tägliche 13° West – Ost Bahnbewegung des Mondes  der Nordhalbkugel ist die Retardation im Frühjahr um den März am grössten, da die Bahn des Mondes am steilsten auf dem Horizont steht. Um den September ist sie am kleinsten, wenn die Bahn am flachsten ist. Man spricht hier auch vom Ernte – Mond ( Harvest – Moon ), da in diesem Zeitraum der Ernte, der Vollmond früher aufgeht.Es ist seit altersher bekannt, dass das täglich zweimalige Steigen und Fallen des Meeresspiegels, irgendwie mit der Stellung des Mondes zusammenhängt. Im 17. Jahrhundert hat man jedoch erst eine befriedigende Erklärung dieses Gezeitenphänomens gefunden. Dabei hat sich bestätigt, dass die Gezeiten im wesentlichen durch die Wirkung der Gravitation des Mondes entstehen Diese Kraft führt zu einer leichten Aufwölbung der Ozeane in Richtung der Stellung des Mondes. Infolge der Erdrotation passiert jeder Punkt der Erdoberfläche diese Aufwölbungen, und erfährt demzufolge Flut und die nachfolgende Ebbe. Warum es 2 dieser Flutberge auf der Erde gibt, einen auf der mondzugewandten und einen auf der mondabgewandten Seite, kann man wohl am besten so erklären, dass die Anziehungskraft des Mondes am stärksten auf der mondzugewandten Seite wirkt, auf der mondabgewandten Seite herrscht eine durch den grossen Erddurchmesser bedingte geringere Gravitationskraft, daher bildet das Wasser hier eine Aufwölbung auch in die entgegengesetzten Richtung Diese 2 Flutberge wandern mit der Periode des Mondes um die Erde und würden alle 13,65 Tage eine Flut erzeugen, wenn sich die Erde nicht drehen würde. Da aber die Erde selbst in 24 Stunden eine Umdrehung macht, finden die Fluten in Abständen von ca. 12 Stunden und 25 min. statt. Erde und Mond werfen beide sehr lange kegelförmige Schatten in den Weltraum. Wenn die Erde den Schattenkegel des Mondes durchquert , spricht man von einer Sonnenfinsternis. Wenn andererseits der Mond den Erdschatten passiert, gibt es eine Mondfinsternis, die im Gegensatz zu der Sonnenfinsternis von der gesamten Nachtseite der Erde aus gesehen werden kann Während einer Mondfinsternis verschwindet der Mond nicht vollständig, da Sonnenlicht das durch die Erdatmosphäre gebrochen wird, die Mondoberfläche noch schwach beleuchtet. Das Aussehen des Mondes während einer Finsternis hängt daher von dem Zustand der Erdatmosphäre ab, die dem Mond eine rötliche bzw. kupferähnliche Farbe geben kann. Er kann aber auch so dunkel sein, dass er für das freie Auge fast nicht sichtbar ist. Eine Finsternis ist nicht immer total. Wenn die Sonne oder der Mond nur teilweise abgedeckt werden, weil Sonne , Erde und Mond nicht in einer Linie stehen, spricht man von einer partiellen Finsternis. Bei Sonnenfinsternissen gibt es noch eine 3. Art , sie wird ringförmig genannt, hier stehen die 3 Körper wohl in einer Linie, der abstand des Mondes von der Erde ist jedoch zu gross um die Sonne ganz abzudecken Eine Sonnenfinsternis gibt es nur bei Neumond, eine Mondfinsternis nur bei Vollmond. Da jedoch die Mondbahn ,wie bereits erwähnt, um knapp 6° gegen die Erdbahn geneigt ist, findet nicht bei jedem Neu.- oder Vollmond eine Finsternis statt. Bedingung für Finsternisse ist, dass sich der Mond in, oder in der Nähe, eines Knotens befindet Bei den ersten Beobachtungen des Mondes mit einem optischen Hilfsmittel, in 1609, erkannte Galilei zwei wesentlich verschiedene Strukturen der Mondoberfläche. Grosse dunkle Ebenen einerseits, und helle dicht mit Kratern besetzte Hochflächen andererseits Man glaubte die dunklen Ebenen wären Meere und nannte sie entsprechend MARIA. Ein Name der sich bis heute gehalten hat Die grauen Ebenen oder Maria nehmen etwa 15% der Mondoberfläche ein, und liegen 2…5 km unterhalb des mittleren Radius des Mondes. Das auffälligste von allen ist das Mare Imbrium. Die zahlreichen Krater in den Hochflächen sind durch Meteroideneinschläge entstanden. Es gibt jedoch auch kraterähnliche Gebilde die durch Vulkanismus entstanden sind. Die Krater haben viele Besonderheiten, manche wie Grimaldi und Plato haben dunkle Böden vom Maretyp,es gibt auch helle Krater, wie insbesondere Aristarchus. Dann findet man Krater die das Zentrum eines Strahlensystems sind Tycho und Kopernikus sind wohl die bekanntesten. Tychos Strahlen sind nicht direkt auf sein Zentrum gerichtet, sondern liegen meist tangential zu den Wällen. So findet man viele Besonderheiten bei genauerer Betrachtung . Lassen auch Sie sich von dem Anblick der Oberfläche unseres Trabanten beeindrucken .

Und zum Schluß noch das Märchen vom Mann im Mond . 

 Vor uralten Zeiten ging einmal ein Mann am lieben Sonntagmorgen in den Wald, haute sich Holz ab, eine großmächtige Welle, band sie, steckte einen,Staffelstock hinein, hackte die Welle auf und trug sie nach Hause zu. Da begegnete ihm unterwegs ein hübscher Mann in Sonntagskleidern, der wollte wohl in die Kirche gehen, blieb stehen, redete den Wellenträger an, und sagte: „Weißt Du nicht, dass auf Erden Sonntag ist, an welchem Tage der liebe Gott ruhte, als er die Welt und alle Tiere und Menschen geschaffen? Weißt Du nicht, dass geschrieben steht im dritten Gebot . Du sollst den Feiertag heiligen?“ Der Fragende aber war der liebe Gott selbst; jener Holzhauer jedoch war ganz verstockt und antwortete: „Sonntag auf Erden, oder Mondtag im Himmel, was geht das mich an, und was geht es Dich an?“  „So sollst Du deine Reisigwelle tragen ewiglich!“ sprach der liebe Gott, „und weil der Sonntag auf Erden Dir so gar unwert ist, so musst Du immer ewigen Mondtag haben, und im Mond stehen , ein Warnungsbild für die, welche den Sonntag mit Arbeit schänden! “  Von der Zeit an steht im Mond immer noch der Mann mit dem Holzbündel, und wird wohl auch so stehen bleiben bis in ewige Zeiten.

 

 

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Über unseren Mond und seine Bedeutung. (1)

Hat der Mond einen Einfluß auf das Wetter ?  Es ist ein weit verbreiterter Irr – Glaube, daß der Mond das Wetter beeinflusst . Die Rolle die der Mond bei Ebbe und Flut spielt ist seit Keplers Zeiten bekannt . Diese sogenannten Gezeiten gibt es auch in der Atmosphäre , jedoch in sehr schwacher Form, da Luft ca. 1000 mal leichter ist als Wasser. Die Luftdruck Schwankungen die auf die Mondgezeiten zurückgeführt werden können machen nach meiner Information höchstens 0,08 Millibar aus, bei einem Normaldruck von um die 1000 Millibar. Ferner ist der Wert noch von der geographischen Breite abhängig, in Mitteleuropa soll er bei nur wenig über 0,01 Millibar liegen. Bei Änderung der Wetterlage betragen die Luftdruck Schwankungen das 1000 -fache ! Es ist also sehr unwahrscheinlich daß von diesem Effekt her eine Wetteränderung stattfindet . Ferner werden die bestehenden Mondregeln für mitteleuropäische Verhältnisse durch meteorologische Statistiken eindeutig widerlegt, und zwar so deutlich ,daß am Märchencharakter des Mondglaubens kein Zweifel mehr besteht.Wetterwechsel bei Vollmond ? Bedenke bitte, man sieht den Vollmond von der halben Erde aus ! Und zudem kann der oberflächliche Beobachter mindestens 3 Tage vor und nach dem theoretischen Vollmondtermin keinen Unterschied zur Form und Vollmondbeleuchtung erkennen ! Nur die Zeiten des Mondaufgangs und Untergangs ändern sich gut wahrnehmbar . Und in den 6 Tagen um den Vollmond wird sich schon das Wetter manchmal ändern, oder ? Etwas anderes scheint die Beeinflussung bestimmter Organismen durch den Mond zu sein. Bestimmte Lebewesen zeigen in ihrem Lebensrhythmus gewisse Zusammenhänge mit den Mondphasen. Es scheint dass dafür aber allein die Intensität des Mondlichts und damit die Stellung des Mondes verantwortlich ist , und dass diese Rhythmen die durch die Veränderung der Beleuchtungsperioden hervorgerufen werden auch eine Rolle spielen.

Goethe zu Eckermann:

Man muß das Wahre immer wiederholen , weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von Einzelnen, sondern von der Masse , in Zeitungen und Enzyklopädien , auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrtum obenauf , und es ist ihm wohl und behaglich , im Gefühl der Majorität , die auf seiner Seite ist.

Erscheinungsformen unseres Mondes am Nachthimmel.

 Die Mond – bahn um die Erde weist einen relativ starke Exzentrizität auf . Der Abstand des Mondes Von der Erde verändert sich dadurch von 406 725 km auf 356 355 km. Dadurch verändert sich seine Größe und seine Helligkeit. Perigee ( Perigäum ) ist der erdnächste Punkt der Bahn und Apogee (Apogäum in deutscher Sprache) der erdfernste. Seine Helligkeit verändert sich dabei um 30 % . Bei der Mondfinsternis am 28.9.2015 hatten wir den Supermond.

 Über unseren kosmischer Partner den Mond.  

 Über die Art und Weise wie unser Mond entstanden ist gibt es eine Katastrophen – Theorie, die jedoch nicht von allen anerkannt wirdWie dem auch sei, seine Verhaltensweise ist wichtiger für uns und kann sehr gut mit den Mitteln der Physik bestimmt und erklärt werden.Wenn wir 1 Milliarde Jahre zurückblicken, dann können wir heute ausrechnen, dass der Mond in einem wesentlich geringeren Abstand von der Erde hatte. Seine Umlaufzeit und damit die Länge eines Monats war zu diesem Zeitpunkt 20 Tage. Die dadurch bedingte Tageslänge betrug 18 Stunden, da sich die Erde entsprechend schneller gedreht hat. Diese Veränderung der Bewegungsverhältnisse hält natürlich weiter an, und führt dazu, dass sich der Mond immer weiter von uns entfernt.  Seine Abstandsvergrößerung zur Erde ist 4 cm pro Jahr.In einem Jahr fällt das nicht ins Gewicht, wenn man jedoch große Zeiträume berücksichtigt, so hat das gravierende Folgen. Bedingt durch den größeren Abstand, wird die Umlaufzeit des Mondes länger, dadurch dreht sich die Erde langsamer, die Tage werden länger, und in ferner Zukunft wird der Tag von heute 24 Stunden auf 960 Stunden anwachsen. Das werden die Menschen jedoch vermutlich nicht mehr erleben.  

 Gegenstände auf dem Mond.

 Nachdem ich bei den Besuchern meiner Blogs ein verstärktes Interesse an Mondthemen feststelle, möchte ich hiermit eine Antwort auf eine weitere interessante Frage geben, die heißt : Kann man mit großen Teleskopen hinterlassene Gegenstände der Mond-Missionen auf dem Mond erkennen? Antwort: Die maximale Auflösung eines Teleskops hängt von seiner Öffnung ab. Als Beispiele nehmen wir einen Spiegeldurchmesser bzw. eine Öffnung von 1m , 2m , und 8m . Mit dem 1 m Teleskop erreicht man eine Auflösung von Strukturen die größer als 224 m sind. Mit dem 2 m Teleskop erhält man eine Auflösung von Gegenständen größer als 112 m . Und mit einem Spiegeldurchmesser von 8 m (derzeit größtes Gerät in Chile ) kommt man auf eine Auflösung bis zu 28 m .Das sind theoretische Werte die Atmosphären Einflüsse nicht berücksichtigen, und die sich auf die Mindestentfernung des Mondes von 356 500 km beziehen. Das menschliche Auge hat ein Auflösungsvermögen von 6′ , bei der maximalen Mondentfernung von 406 000 km entspricht das einer Größe von 14 km. Das ist die Dimension eines Objekts die man bei dieser Mondentfernung mit dem bloßen Auge noch erkennen kann.

 NASA zum Thema Mond.

 Unser Mond macht die Erde zu einem angenehm zu lebenden Planeten durch die Dämpfung der Ausschläge der Achse unseres Heimatplaneten das zu einem relativ stabilen Klima führt , und die Gezeiten und deren Rhythmus hervorruft der die Menschen seit tausenden von Jahren geleitet hat.    Der Mond entstand wahrscheinlich nachdem ein Mars großer Körper mit der Erde zusammenprallte und sich die Bruchstücke zu dem prominentesten Bild unseres Nachthimmels zusammengefügt haben.  10 Need-­‐to-­‐Know Things About Earth’s Moon:   Wenn die Sonne so groß wäre wie ein typisches Scheunentor, dann hätte die Erde die Dimension in der Größenordnung einer Cent Münze, und der Mond käme einer grünen Erbse gleich. Der Mond ist ein Satellit der Erde und bewegt sich auf einer Bahn in einer mittleren Entfernung von 384000 km oder 0,00257 AE. ( Astronomische Einheiten ) Der Mond umrundet die Erde auf seiner Bahn in 27 Erd Tagen und rotiert in derselben Rate bzw. in derselben Zeitspanne. Das bedeutet, daß der Mond uns im gesamten Bahnverlauf immer dieselbe Seite zeigt und wir niemals die Rückseite des Mondes sehen können. Der Mond ist ein felsiger, mit einer festen Oberfläche ausgestatteter Körper mit Kratern übersät von den zahlreichen Einschlägen. Der Mond hat eine sehr dünne und schwache Atmosphäre die man Exosphäre nennt. Der Mond hat keine Monde Der Mond hat keine Ringe. Mehr als 100 Raumsonden wurden gestartet um den Mond zu erforschen. Er ist der einzige Himmelskörper der bisher von Menschen besucht wurde.( Apollo Programm) (Twelve human beings have walked on the moon.)      Die schwache Atmosphäre des Mondes und das fehlen von flüssigem Wasser macht kein Leben wie auf der Erde möglich. Oberflächen Strukturen aus Impact – Mulden die mit dunklem Basalt Fels gefüllt sind , ergeben sich Bilder für den Betrachter wie den Mann im Mond.

Mond und Sterne für Kinder.

 Die Temperatur ändert sich auf dem Mond sehr stark von – 233 Grad C bei Nacht bis zu + 123 Grad C am Tag . Der Grund hierfür ist die fehlende Atmosphäre des Mondes so daß die Erwärmung durch die Sonnenstrahlen des Tages in der Nacht nicht gehalten werden kann. Das ist die Ursache der großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht.Der Mond umkreist die Erde mit einer Geschwindigkeit von 3683 km/ h , das entspricht ca.1 km pro Sekunde. Währen einer Stunde legt er eine Wegstrecke von 2 290 000 km zurück. Der Mond ist sehr weit weg , wenn du gehst oder fährst so bewegen sich nahe liegende Bäume oder Häuser an Dir und an dem Mond vorbei , der Mond bleibt jedoch immer an der gleichen Stelle , und scheint Dir zu folgen. Der Grund ist die große Entfernung des Mondes. Wie lange dauert ein Tag auf dem Mond? Er dauert 27,32 Erdentage oder mehr als 650 Stunden.Wie Lande dauert eine Reise zum Mond? Ein Raumschiff benötigt 3 Tage um den Mond zu erreichen. Während dieser Zeit legt es ca. 386 400 km zurück. Das ist die mittlere Entfernung zum Mond.Wie groß wäre mein Gewicht auf dem Mond? Auf dem Mond wiegt jeder Gegenstand also auch du und ich 6 mal weniger als auf der Erde. Das liegt daran , dass die Gravitation ( Anziehungskraft ) nur 1/6 wie auf der Erde ist, da der Mond wesentlich kleiner ist als die Erde. Warum scheint der Mond ? Die Helligkeit des Mondes wird nicht vom Mond erzeugt . Das Licht des Mondes kommt von der Sonne. Das von der Oberfläche des Mondes reflektiert wird. Wieviel Astronauten waren schon auf dem Mond ? Es waren 12 im Zeitraum zwischen 1969 und. 1972 ! 6 Apollo Missionen brachten jeweils 2 Astronauten auf den Mond.  Was ist ein Stern? Ein Stern ist eine sehr heiße Kugel aus glühendem Gas . Sterne produzieren ihr Licht und ihre Energie durch einen Prozess den man nukleare Fusion nennt. Eine Fusion ist wenn leichte Elemente bzw. Atome in schwerere verwandelt werden. Wenn das passiert wird eine sehr starke Energie erzeugt, die den Stern erhitzt und den Stern zum Leuchten bringt. Sterne gibt es in vielen Größen und Farben. Unsere Sonne die ja auch ein Stern ist leuchtet gelblich. Kleinere Sterne als unsere Sonne sind rötlich und größere leuchten blau.  Aus was bestehen Sterne? Wie gesagt bestehen Sterne aus sehr heißem Gas aus Wasserstoff und Helium , den leichtesten Elementen im Universum . Sterne leuchten indem sie Wasserstoff in Helium verbrennen . Später in ihrem Leben werden schwerere Elemente erzeugt. Die meisten Sterne haben nur geringe Mengen von schwereren Elementen bzw. Atomen wie z. B . Kohlenstoff, Stickstoff , Sauerstoff , oder Eisen die erzeugt wurden von früheren Sternen die früher existiert haben. Wenn ein Stern keinen Brennstoff mehr hat schleudert er sein Material zurück in den leeren Raum. Neue Sterne entstehen aus diesem Material . Auf diese Weise geht das Material nicht verloren. Wie viele Sterne kann man am Himmel sehen? In einer mondlosen Nacht in einer dunklen Gegend weit weg von Städten kann man ungefähr 2000 Sterne sehen. Je dunkler der Himmel um so mehr Sterne kann man sehen. Das Mondlicht beleuchtet den Himmel und reduziert die Anzahl der sichtbaren Sterne. Der Vollmond erhellt den Himmel mehr als ein Halb oder Viertelmond . In einer Großstadt mit ihrem hellen Licht kann man nur noch vielleicht ein Dutzend Sterne erkennen. Wenn die Helligkeit zunimmt verschwinden die schwachen Sterne zuerst. Das größte Problem für den Beobachter von der Erde aus ist die sogenannte Lichtverschmutzung. Wie viele Sterne gibt es? Niemand weis wie viele Sterne es im Universum gibt . Es gibt viele Milliarden von Ihnen, so daß man sie nicht zählen kann. Unsere Galaxie die Milchstraße in der wir leben hat schätzungsweise 200 Milliarden. Es gibt Milliarden von Galaxien im Universum die zum Teil noch aus mehr Sterne bestehen.Welcher Stern ist uns am nächsten? Sein Name ist Proxima Centauri , und befindet sich 4,3 Lichtjahre oder 39 900 000 000 000 km Entfernung. Ein Auto mit einer Geschwindigkeit von 100 km/ Stunde würde mehr als 48 Millionen Jahre unterwegs sein. Proxima Centauri ist ein 3 – fach System mit den Sternen Alpha Centauri A und B , es ist ein kleiner roter Stern der die Größe von 1/10 der Sonne hat. Ist die Sonne der größte Stern? Obwohl die Sonne für uns größer erscheint als alle anderen Sterne , gibt es noch viel größere Sterne . Die Größe der Sonne für uns ergibt sich aus ihrer Nähe zu uns im Vergleich zu den anderen Sternen . Die Sonne ist ein Stern durchschnittlicher Größe . Hier einige Beispiele von den größten Sternen unserer Galaxie verglichen mit der Sonne.

 Mü Cephi …………ist ca. 1500 mal größer als die Sonne. Beteigeuse ………ist 900 mal größer als die Sonne, Antares ………ist 530 mal größer , Deneb ………ist 145 mal größer.Warum flimmern Sterne ? Sterne flimmern nicht , das flimmern kommt von der Atmosphäre der Erde . Wenn das Sternenlicht in unsere Atmosphäre eintritt ist es dem Wind , Temperaturunterschieden und Dichte der Atmosphäre ausgesetzt , das erscheint als flimmern wenn man den Stern von der Erde aus beobachtetWas sind Sternbilder ? Ein Sternbild ist eine Gruppe von Sternen die man zu einem Bild zusammenfügt. Sie werden benannt nach Sagen , Menschen , Tieren , und Objekten. In verschiedenen Teilen in der Welt haben sich Menschen verschiedene Bilder mit denselben hellen Sternen vorgestellt. Die Bilder wurden in der Vergangenheit auch als Wegweiser zur Navigation benutzt und als Hinweis für die Jahreszeiten. Warum sieht man Sterne nur bei Nacht ? Sterne stehen bei Tag und Nacht am Himmel. Am Tag erhellt die Sonne unseren Himmel , so daß man die schwächeren Sterne nicht mehr sehen kann. Daher kann man die Sterne nur sehen wenn die Sonne untergegangen ist und die Dämmerung vorbei ist. Warum sind einige Sterne heller und andere dunkler? Die Sterne haben unterschiedliche Entfernungen zu uns. Die nächsten zu uns sind heller . Des weiteren haben sie verschiedene Größen und Helligkeiten . Größere Sterne scheinen heller als kleinere. Wie hell ein Stern am Himmel strahlt ist bedingt durch seine Größe und seine Entfernung von der Erde . Können wir auf einen Stern Reisen? Die Reise ist schon deshalb schwierig weil Sterne sehr weit weg sind der nächste Stern 39×10^12 km , die jetzige Technologie reicht bei weitem nicht aus solche Entfernungen in einer akzeptablen Zeit zu überwinden. Wie weit sind Sterne von uns entfernt ? Die Sterne haben sehr verschiedene Entfernungen von uns, einige sind näher andere sehrviel weiter weg. Je näher ein Stern desto heller erscheint er uns da sie in großen Unterschieden in Größe und Helligkeit existieren. Die nächsten Sterne kennen wir , die entferntesten sind Milliarden mal weiter entfernt als Proxima .

 Der Erntemond ( Harvest Moon.)

 Einen interessanten Effekt kann man am Abendhimmel am Mond um die Zeit des Herbst Äquinoktikums ( der Tagundnachtgleiche ) am Abend des 23. Sept. dem Beginn des astronomischen Herbstes beobachten.In dieser Zeit ist die Deklination der Sonne ca. 0 Grad da sie zu diesem Zeitpunkt den Äquator überschreitet. Im weiteren Verlauf senkt sie sich nach unten bis zu > 23 Grad unter den Äquator , dem Beginn des Winters. Daher ist die Deklination des Vollmondes auch bei ca. 0 Grad. Beim Voll-Mond steigt jedoch die Deklination täglich im Gegensatz zur Sonne.Wenn ein Objekt sich in der Ekliptik ( jährliche Bahn der Sonne ) bewegt , verändert sich seine Deklination am stärksten entsprechend einer Sinus Kurve die beim 0 – Durchgang die größte Steigung hat. In der Nacht des Vollmondes geht der gegenüberliegend Mond zur selben Zeit auf, wenn die Sonne untergeht.In der nächsten Nacht würde er zu seiner üblichen normalen Zeit später aufgehen, aber dieser Unterschied wird aufgehoben durch die Vergrößerung seiner Deklination um 2,5 Grad an diesem Tag. Durch diesen Effekt bleibt der Mond länger über dem Horizon sichtbar . Für ein paar Tage um diese Zeit im Jahr geht damit der fast – Vollmond zur selben Zeit auf, und spendet so sein Licht für eine abendliche Ernte.Dieses Phänomen nennt man daher “ Harvest Moon “ bzw. „Ernte – Mond“ in unserer Sprache.

Der Einfluß des Mondes auf den Menschen.

 Die Kräfte des Mondes: Gravitation und Gezeiten Auch wenn bisher keine Beweise für die behauptete Wirkung des Mondes auf den Menschen gefunden wurden, glauben dennoch sehr viele an diese geheimnisvolle Kraft. Am häufigsten hört man das Argument, der Mond würde ja schließlich durch seine Schwerkraft die Gezeiten bewirken. Und da der Mensch auch zu etwa 70% aus Wasser bestehen Kräfte, die auch auf den „Wasserkörper“ Mensch wirken. Nahe gelegene Massen (Berge, Gebäude, Menschen) weisen deutlich größere Gezeitenkräfte auf, als alle Himmelskörper.Und es stellt sich daher die Frage, warum immer vom Mond die Rede ist und nicht etwa von den Gezeitenkräften der Berge oder Strassenbahnen.Viele Menschen glauben auch heute noch an den „Einfluss“ des Mondes. So werden die Mondphasen unter anderem mit Verbrechen, Selbstmorden, Geisteskrankheiten, Umweltkatastrophen, und der Geburtenrate in Verbindung gebracht. In zahlreichen Untersuchungen hat man versucht, sogenannte „lunare Effekte“ nachzuweisen bzw. von anderen Effekten zu trennen. Bis jetzt haben diese Studien allerdings nichts ergeben was auf die oft geäußerte Wichtigkeit des Mondes für das Alltagsleben auch nur hindeutet.Natürlich ist es astronomisch wichtig, wo der Mond steht wenn man ihn beobachten will oder um auf ihm zu landen. Es ist ein großer Unterschied ob der Mond die Nacht erhellt oder im Stockdunkeln abseits der Städte kein Weg zu sehen ist. Aber keine zuverlässige Korrelation zwischen dem Vollmond (oder anderen Mondphasen) und menschlichem Verhalten hat jemals wiederholten Überprüfungen standgehalten . Ivan Kelly, James Rotton und Roger Culver nahmen mehr als 100 Studien über Mond-Effekte in Augenschein und kamen zu dem Schluss, dass die Studien keinerlei signifikante Korrelation zwischen dem Vollmond und folgenden „Effekten“ zeigen: Mordrate Verkehrsunfälle Notrufe an Polizei oder Feuerwehr Gewalt in der Familie Geburten Selbstmord Katastrophen Mordanschläge Entführungen Aggressionen bei Hockeyspielern Gefängnisgewalt Einweisungen in Nervenheilanstalten Unruhe in Pflegeheimen Überfälle Schusswunden Messerstechereien Notaufnahmen Lykanthropie Vampirismus Alkoholismus Schlafwandeln Epileptische Anfälle Aggressionen. Die weitläufige These bei Vollmond würden Gewalttaten ganz generell zunehmen und besonders Patienten in psychiatrischer Behandlung würden während dieser Mondphase auffallend häufiger zu Aggressionen neigen, wurde durch mehrere Studien widerlegt. Lunar cycles and violent behaviour, Australien 1998 Moon cycles and violent behaviours: myth or fact?,Spanien 2002 Angstzustände und Depression In vielen Jahren psychiatrischer Praxis konnte zwischen Mondphasen und der Häufigkeit von Konsultationen betreffend Angstzustände und Depressionen im Rahmen der allgemeinen Praxis kein Zusammenhang nachgewiesen werden.Die Studie untersuchte die Häufigkeit der Anfragen von über 700 registrierten Patienten in den Jahren 1971-1988 in der „general practice“ in Beckenham, South London.

Autounfälle

Eine Untersuchung etwa, von einer Viertelmillion Sachschäden und mehr als 50.000 Personenschäden bei Autounfällen fand deutliche jahreszeitliche und kalendarische Häufungen, aber keinen Zusammenhang mit dem Mondzyklus (synodisch, anomalistisch, ab – oder zunehmend sowie Vollmondtagen).

Arbeitsunfälle

Unfallhäufung zu Vollmond nur ein Mythos. Der österreichische Physiker und Astronom Robert Seeberger wertete gemeinsam mit Prof. Manfred Huber rund 500.000 Arbeitsunfälle aus, die sich zwischen den Jahren 2000 und 2004 ereigneten. Auch hier konnte kein Mondeffekt nachgewiesen werden. Quelle: ORF

Epilepsie

Professor Selim Benbadis, Neurologe und Neurochirurg an der University of South Florida in Tampa, USA, hat mit Kollegen über einen Zeitraum von drei Jahren 770 epileptische Anfälle analysiert.Ergebnis: Der Vollmond hat keinen Einfluß auf Epileptiker. Quelle: http://www.aerztezeitung.de/ Vollversion der Studie für registrierte User unter: http://www.sciencedirect.com/ Mai 2004

Geburten

Studien in Entbindungsstationen ergaben, dass an Vollmond nicht mehr Geburten stattfinden als sonst. Mehr zu Mondphasen und Geburten: http://www.wir.hebammen.at/kerschbaumer/vollmond.htm Auch Die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP), ging der Frage nach ob der Mond wirklich einen Einfluß auf die menschliche Geburtenrate besitzt. Im Rahmen dieser Studie wurden 40.000 Geburtsdaten aus europäischen Ländern, Entwicklungsländern und aus dem 19. Jahrhundert analysiert. Fazit: „weder heute noch früher, weder in Städten noch in ländlichen Regionen ließen sich irgendwelche Auswirkungen des nächtlichen Gestirns nachweisen.“ Eine Studie von 2,76 Millionen Geburten im Zeitraum von 1970-1999 (371 Mondzyklen) in Österreich, ergab keinen Zusammenhang zwischen Mondphase und Geburtenhäufigkeit. Eine besonders interessante Studie wurde von italienischen Forschern durchgeführt. Sie untersuchten in einem Zeitraum von 37 Mondzyklen 5226 Hausgeburten in Maputo (Mozambique), die ohne medizinische Unterstützung stattgefunden haben. Auch hier konnte kein Zusammenhang zwischen Vollmond oder anderen Mondphasen und der Häufigkeit von Geburten gefunden werden. The influence of lunar phases on the frequency of deliveries Im Mai 2005 wurde in der Fachzeitschrift American Journal of Obstetrics and Gynecology eine neue Studie publiziert. (The Effects of the Full Moon on Frequency of Births and Birth Complications) Dr. Jill Arliss vom Mountain Area Health Education Center in Asheville (North Carolina), Erin Kaplan and Shelly Galvin untersuchten mehr als 500 000 Geburten. Ergebnis: Kein Anstieg der Geburten um den Vollmond. Galvin: „So while it may be fun to consider the full moon closest to your due date as the future „birthday“ for your baby, you’d have as good a chance of being right as throwing a dart at your calendar.“ Juni 2005: conditions. Birth rate and its correlation with the lunar cycle and specific atmospheric (Morton-Pradhan Susan; Curtis Bay R.; Coonrod Dean V.) Und auch die Menstruation unterliegt nicht den Einflüssen des Mondes. Mondzyklen und Menstruation: La Luna, menstrual cycle vs. lunar phases

Schlafstörungen

Bei Umfragen behaupten zwar immer wieder an die 40 Prozent der Befragten, sie hätten bei Vollmond Schlafstörungen. Doch alle Ergebnisse wissenschaftlicher Studien konnten die Behauptung, dass der Schlaf vom Vollmond beeinträchtigt wird, nicht bestätigen. Univ.-Prof. Dr. Josef Zeitlhofer und der Psychologe Dr. Gerhard Klösch (beide von der österreichischen Gesellschaft für Schlafmedizin und Schlafforschung), veröffentlichten vor kurzem das Ergebnis (im ÖGSMSF (ASRA) NEWSLETTER JAHRGANG 11, NR. 1/2003, Seite 9) ihrer sechs Jahre dauernden Studie, die ebenfalls beweist, der Vollmond beeinflusst die Schlafqualität nicht. Auch der Schlafmediziner Prof. Dr. Dieter Riemann von der Freiburger psychiatrischen Universitätsklinik wandte sich gegen den allgemein gültigen Glauben, dass der Schlaf vor allem bei Vollmond gestört sei.Dies werde durch die wissenschaftlich erzielten Ergebnisse nicht bestätigt. Quelle: MEDI Report Schlafwandler folgen heute übrigens Lichtreklame statt dem Mond. Mondlicht Wie aktuelle Untersuchungen zeigen, scheint nächtliches Licht tatsächlich unseren Organismus zu beeinflussen.Allerdings ist hier nicht vom Licht des Vollmondes die Rede, das mit einer Helligkeit von weniger als einem Lux eher recht schwach ausfällt, sondern von unserer künstlichen Beleuchtung.Eine Studie der österreichischen Ärztin Eva Schernhammer zeigte: Das Brustkrebsrisiko ist bei Nachtschwestern um bis zu 36 Prozent höher. (WDR) 1 Lux entspricht dem Licht einer Kerze im Abstand von einem Meter. Eine klare Vollmondnacht ist hingegen nur 0,2 bis 0,3 (Mond sehr hoch stehend) Lux hell.

Selbstmord

Hartnäckig hält sich auch immer noch das Gerücht, bei Vollmond würden sich mehr Menschen das Leben nehmen. Aber auch diese Behauptung, wurde durch eine Reihe von Untersuchungen widerlegt. So zeigte beispielsweise die Untersuchung von 3033 Selbstmördern Nordrhein-Westfalens, die sich im Jahre 1971 das Leben genommen haben, dass die Mondphasen keinen Einfluß auf die Häufigkeit von Selbstmorden haben. (Zusammenfassung: Springerlink) In einer anderen Studie (Sacramento County, CA) untersuchte man 4190 Fälle in einem Zeitraum von 58 Jahren.Das Ergebnis auch hier: Freispruch für den Mond! Operative Eingriffe nach dem Mondkalender Immer wieder äußern Krankenhauspatienten den Wunsch, bei einer bestimmten Mondphase operiert zu werden. Sie glauben, das Risiko für Komplikationen sei dann geringer. Kein Wunder, denn Behauptungen dieser Art finden sich praktisch in allen astrologischen Mondkalendern. Auch Paungger und Poppe gehen in ihrem Bestseller, „Vom richtigen Zeitpunkt – Die Anwendung des Mondkalenders im täglichen Leben“ (1994) darauf ein: „Für chirurgische Eingriffe jeder Art außer für Notoperationen gilt: Je näher am Vollmond, desto ungünstiger. Der Vollmondtag hat die negativsten Auswirkungen. Wenn man die Wahl hat, sollte man bei abnehmenden Mond operieren. Alles, was die Körperregion, die von dem [Tierkreis]Zeichen regiert wird, das der Mond gerade durchschreitet, besonders belastet oder strapaziert, wirkt schädlicher als an anderen Tagen. Chirurgische Eingriffe an diesen Tagen sollte man daher, wenn irgend möglich, vermeiden.“ Doch Studien belegen, der Mond hat keinen Einfluss auf operative Eingriffe.“Untersuchung der Grazer Uni-Klinik (Über Textsuche – Stichwort „Mond“ ist der Artikel noch zu finden) Ebenfalls keinen Zusammenhang zwischen Mondphasen und Überlebenschancen nach Brustkrebsoperationen,(studiert an 3757 Fällen) fanden Ärzte im Lainzer Krankenhaus (Wien). Hier der Volltext Der Soziologe Edgar Wunder und der österreichische Chirurg Michael Schardtmüller untersuchten in ihrer Studie: „Moduliert der Mond die perioperative Blutungsgefahr und andere Komplikationsrisiken im Umfeld von chirurgischen Eingriffen?“ (PDF-Datei (49 kB) Das Ergebnis: Der Mond ist für den Operationserfolg irrelevant. Eine weitere Studie wurde an 782 Patienten in Bayern durchgeführt. Das Resultat: phase does not influence surgical quality (Holzheimer, Nitz, Gresser) Lunar Beeinflusst der Mond die Nachblutung nach Tonsillektomie

(Mandeloperation)?

An der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde der Medizinischen Hochschule Hannover, wurde anhand einer retrospektiven Studie untersucht, ob der Mond einen Einfluss auf das Auftreten von Nachblutungen nach Mandeloperationen hat. Berücksichtigt wurde nicht nur die jeweilige Mondphase sondern auch die Stellung des Mondes im Tierkreiszeichen. Ergebnis: Eine signifikante Korrelation zwischen dem Operations-Nachblutungsdatum und der Mondphase konnte nicht gezeigt werden. Abstract: Tonsillektomie: Wird die Nachblutung durch Mondphasen beeinflusst?, F. Faust, M. Teschner, T. Lenarz und B. Schwab Mondholz Viele schwören, bei abnehmendem Mond werde das bessere Holz geschlagen. Doch auch in diesem Fall haben Wissenschaftler den Beweis erbracht, daß die Mondregeln keine Gültigkeit haben. Der richtige Zeitpunkt ist ein falscher (ORF Modern Times 19. 2. 1999)

 Mond und Wetter

 Eine bereits uralte, sich aber bis heute hartnäckig haltende Behauptung ist, dass sich beim Mondwechsel, also bei Neumond oder bei Vollmond, auch das Wetter ändert. Die Wissenschaft hat jedoch herausgefunden, dass die behaupteten Zusammenhänge von Mond und Wetter einer genauen Überprüfung nicht standhalten. Das ist nicht verwunderlich da die Strahlung des Mondes etwa fünfhunderttausendmal schwächer ist als die Wind und Wetter tatsächlich antreibende Sonnenstrahlung. In den sehr dünnen Außenteilen unsere Atmosphähre die sehr empfindlich auch auf winzige Veränderungen im Weltraum (etwa den Sonnenwind) reagieren sind sehr kleine aber messbare Einflüsse des Mondes denkbar und werden untersucht. Auch gibt es Wetterphänomene die über die Gezeiten indirekt mit dem Mond zusammenhängen. An- und abströmende Wassermassen etwa verdrängen bei Ebbe und Flut die Luft und das führt an manchen Orten mit sehr starken Gezeitenströmen zu Wind. So gesehen machten auch Vulkanausbrüche, andere starke Explosionen oder Lawinensprengungen Wetter. „Unser“ Wetter ist aber die sonnengetriebene Bewegung der Luft und ihre Folgen. Hoch – und Tiefdruckgebiete, die innerhalb weniger Tage unsere Kontinente durchstreifen, sind für den Wetterwechsel verantwortlich. Und so tritt der Wetterwechsel an verschiedenen Orten an verschiedenen Tagen auf. Neumond oder Vollmond jedoch, ereignet sich für die ganze Erde am gleichen Tag. Somit kann eine solche Wetterregel niemals für alle Orte der Erde gültig sein. Manche Astrologen behaupten dennoch, der Mond würde sich überall auf der Erde unterschiedlich auf das Wetter auswirken und man müsse für die Prognose selbstverständlich den jeweiligen Ort auf der Erde berücksichtigen und dafür ein individuelles Horoskop erstellen. Denkt man aber an die Atacama Wüste, die trockenste Wüste der Welt, um nur eines von vielen Beispielen zu nennen, dann wird schnell klar, wie wenig sinnvoll es wäre, sich auf die Mond-Wetterregeln zu verlassen. Laut einer britischen Studie sollen Menschen um die Zeit des VoProf. Claus-Thomas Bues und Dr. Jens Triebel von der TU Dresden gingen der Frage nach:“Hilft der Mond gegen das alljährliche „Nadel-Drama“ unterm Weihnachtsbaum?“ Fazit: Nein . Auch dem DFV Journal (Zeitschrift des Deutschen Forstvereins e.V., Heft 1/2001) zufolge, haben Untersuchungen in den letzten Jahren ergeben, dass es „keinen Zusammenhang zwischen dem Stand des Mondes zum Zeitpunkt der Baumfällung und den Holzeigenschaften … gibt.“ Quelle: GWUP Dass immer mehr Holzhändler mit dem „Mondholz“ werben, bezeichnet der Biologe Pedro Gerstberger, (Universität Bayreuth) als „Geschäftemacherei“. Die Zeit Info Mondholz (TU Dresden – Fakultät Forst-, Geo- und Hydrowissenschaften)Auch dem DFV Journal (Zeitschrift des Deutschen Forstvereins e.V., Heft 1/2001) zufolge, haben Untersuchungen in den letzten Jahren ergeben, dass es „keinen Zusammenhang zwischen dem Stand des Mondes zum Zeitpunkt der Baumfällung und den Holzeigenschaften … gibt.“Quelle: GWUP .Dass immer mehr Holzhändler mit dem „Mondholz“ werben, bezeichnet der Biologe Pedro Gerstberger, (Universität Bayreuth) als „Geschäftemacherei“. Die Zeit Info Mondholz (TU Dresden – Fakultät Forst-, Geo- und Hydrowissenschaften)

Hundebisse

Laut einer britischen Studie sollen Menschen um die Zeit des Vollmondes öfter von Hunden gebissen werden als sonst. Australische Wissenschaftler jedoch entlarven die „Mond-Hund Theorie“. Die australische Studie: Artikel von Simon Chapman und Stephen Morrell, erschienen im British Medical Journal (Dezember 2000) Die britische Studie: Artikel von Chanchal Bhattacharjee et al, erschienen in der gleichen Ausgabe des British Medical Journal

Oder eine kurze Zusammenfassung bei:

space.com In einer neuen Studie, durchgeführt von griechischen Biostatistikern, wurden die Mondphasen von 2600 Hundebissen verglichen. Auch hier konnte keinerlei Zusammenhang festgestellt werden. (ZEIT) Der Einfluss des Mondes auf Austern Astrologen sind davon überzeugt, dass alle Lebewesen in kosmischen Rhythmen eingebettet sind. Wobei besonders gerne das Verhalten der Austern als Beweis heran gezogen wird. Der Grund: Ein einmaliges Experiment aus dem Jahre 1954. Der Biologe Frank Brown ließ damals für sein Labor in Evanston (Illinois) Austern von der Küste Connecticuts einfliegen. Man wusste, dass Austern ihre Schalen nur bei Flut öffnen um das nährende Plankton aus dem Wasser zu filtern. Das Experiment sollte zeigen, ob und wie sich das Verhalten der Austern im Labor verändert. Laut Brown, öffneten die Austern in der ersten Woche ihre Schalen immer genau dann, wenn an ihrem Herkunftsort, den Bänken Connecticuts, Fluten eintraten. Nach zwei Wochen änderte sich allerdings angeblich ihr Verhalten. Nun öffneten sie ihre Schalen, wenn der Mond im Zenit ihrer neuen Heimat stand. Wäre Evanston eine Küstenstadt, dann würde in etwa zu diesem Zeitpunkt die Flut ihren Höhepunkt erreichen. Der genaue Zeitpunkt hängt aber von den Formen der Küste und des Meeresbodens ab. Es schien jedenfalls so, als würden Austern nicht direkt auf die Gezeiten reagieren, sondern auf die Stellung des Mondes. Für viele Astrologen ist das bis heute ein klarer Beweis dafür, dass Lebewesen auf kosmische Rhythmen reagieren.

 Der Mond in der Zukunft.

Da sich im Kosmos ständig alles verändert, allerdings in sehr großen Zeitabständen, ist davon unser Mond auch betroffen. Der Mond entfernt sich im mittel in 100 Jahren um 3,8 Meter von der Erde. Seit den Apollo Missionen stehen auf dem Mond Reflektoren die eine genaue Entfernungsmessung mit Laserstrahlen ermöglichen. Die Ursache sind die Gezeiten , sie bewirken eine Abbremsung der Erdrotation und damit einen längeren Tag . Die Flutberge die zum Mond und in der Gegenrichtung entstehen wirken wie Bremsbacken auf die tägliche Umdrehung der Erde.Die Erdrotation nimmt dadurch in 100 000 Jahren um rund 1,6 Sekunden zu. Das in der Physik bekannte Gesetz , daß der Drehimpuls eines rotierenden Systems konstant bleibt wenn keine äußeren Kräfte einwirken gilt auch hier. Der durch die Verzögerung der Umdrehung der Erde verlorene Drehimpuls wird auf den Mond übertragen in dem Erde – Mond System so daß der Gesamtimpuls immer gleich bleibt. Die Folge ist , daß der Mondlauf beschleunigt wird. Dadurch entfernt sich der Mond von der Erde.Eine Demonstration dieses Effekts kann man bei einer Eiskunstläuferin beobachten, wenn sie sich mit ausgestreckten Armen eine Pirouette dreht, und die Arme dann in Richtung der Drehachse bewegt, die Erhöhung ihrer Drehgeschwindigkeit ist die Folge und auch deutlich sichtbar.Die Erde rotierte ursprünglich einmal in 12 Stunden und der Mond lief in nur 25000 Kilometern Entfernung in 18 Stunden um die Erde. Heute braucht er bei einem mittleren Abstand von 384400 km 27,32 Tage um die Erde zu umrunden. in der Frühzeit des Sonnensystems erfolgten Rotation und Umlauf des Mondes im Verhältnis einer 3:2 Resonanz( Bilder Keller Kosmos Himmelsjahr 2013 ) heute sind beide Werte gleich daher sehen wir nur immer dieselbe Seite des Mondes. Jetzt stellt sich die Frage wenn sich der Mond von der Erde entfernt was passiert in ferner Zukunft? Nun den Mond können wir nicht verlieren ,denn dazu reicht die zur Verfügung stehende Energie nicht aus. Der Mond entfernt sich nur solange von der Erde bis die Erdrotation so weit abgebremst ist, daß die Erd – Rotation der Länge eines Umlaufs des Mondes auf seiner Bahn um die Erde entspricht, dann kann kein Drehimpuls mehr auf den Mond übertragen werden. Das wird in ca. 3 Milliarden Jahren der Fall sein. Der Mond wird dann in 40 Tagen um die Erde laufen , und die Erdrotation wird ebenso lange dauern. Erde und Mond werden sich dann immer dieselbe Seite zukehren. Man wird dann den Mond nur noch von einer Erdhälfte aus sehen können.Ein Tag auf der Erde wird dann 45 heutige Tage dauern. Die Menschen werden das allerdings nicht mehr erleben, denn auf der glühend heißen Erde wird es kein Leben mehr geben.Den nächtlichen Mondschein kann man jedoch noch weit über 100 Millionen Jahren genießen.Eine ausführliche Darstellung der Gesamtthematik ist im Himmelsjahr 2013 Kosmos Verlag Seite 46 – 50 von H. U. Keller zu finden.

 Mondfragen.

 Warum sieht der Mond immer anders aus? Der Mond durchläuft in 29 1/2 Tagen alle seine Lichtgestalten. Der Mond erhält sein Licht von der Sonne. Eigenes Licht hat er nicht. Weil er eine Kugel ist, kann die Sonne nur eine Hälfte des Mondes beleuchten. Die andere sonnenabgewandte Hälfte des Mondes bleibt im Dunkeln. Die dunkle Hälfte der Mondkugel sehen wir nicht, sondern nur den Anteil der hellen Hälfte, den er uns zuwendet. Weil wir von Tag zu Tag bzw. von Nacht zu Nacht unter anderen Blickwinkeln auf seine helle Seite schauen, sehen wir stets mehr oder weniger davon. Das macht seinen Lichtwechsel aus. Mit dem Erdschatten hat das nichts zu tun. Experiment dazu: Im dunklen Zimmer einen Apfel oder eine Apfelsine mit der Taschenlampe anstrahlen und die halb beleuchtete Kugel aus allen Richtungen betrachten.Warum sieht man trotzdem manchmal den unbeleuchteten Teil des Mondes? Wenn ein Sichelmond am Himmel steht, wir also nur einen kleinen Teil der sonnenbeschienenen Seite sehen können, ist auch der von der Sonne unbeleuchtete Mondteil schwach sichtbar. Stellt man sich vor, man stünde als Astronaut auf dieser dunkeln Seite des Mondes, so könnte man eine fast volle Erde am Himmel sehen. Die helle Vollerde am Mondhimmel beleuchtet den Mond noch um vieles besser, als der Vollmond am Erdhimmel die Nacht der Erde erhellen kann. Diese Beleuchtung der dunklen Mondseite durch das Erdlicht kann auch noch von der Erde wahrgenommen werden. Woran erkennt man, ob der Mond zu- oder abnehmend ist?      Hat der Sichel- oder Halbmond die Rundung rechts, so ist er zunehmend. Liegt die Rundung links, so ist er abnehmend. Das kann man sich anhand der in Schreibschrift geschriebenen kleinen Buchstaben z und a merken, die ihre Rundungen auf den gleichen Seiten haben.

Warum fährt der Mond immer mit?

Betrachtet man den Mond aus dem fahrenden Auto, so hat man den Eindruck, er folge einem, weil er immer aus einer Richtung scheint, während die nahe Landschaft an uns vorüberzieht. Es sieht so aus, als führe der Mond mit dem Tempo des Autos mit. Dies ist ein Hinweis auf seine große Entfernung. Die Bäume neben der Straße ziehen schnell an uns vorbei, entfernte Berge oder Gebäude dagegen viel langsamer. Je weiter ein Ding weg ist, umso weniger muss man sich bei der Vorbeifahrt danach umdrehen. Der Mond ist sehr weit weg (im Mittel 384000 km oder 30 aneinander gereihte Erdkugeln) und deshalb muss man sich unmerklich wenig nach ihm umdrehen, wenn man an ihm vorbeifährt.

Warum fällt der Mond nicht runter?

Früher dachte man, der Mond fällt nicht, weil er etwas anderes ist als die Dinge auf der Erde und für ihn andere Naturgesetze gelten. Richtig aber ist: Der Mond ist ein großer runder Stein, der tatsächlich fällt. Er plumpst deshalb nicht auf die Erde runter, weil er nicht still über uns steht, sondern eine seitliche Bewegung hat. Man muss sich das wie bei einem langsam geworfenen Stein vorstellen. Er fällt auf einer stark gekrümmten Flugbahn. Wirft man den Stein dagegen sehr schnell in die waagerechte Richtung, so ist die Krümmung der Flugbahn geringer als bei einem langsamen Abwurf. Wirft man ihn mit einer Geschwindigkeit von 28000 km pro Stunde ab, so gleicht die Krümmung der Wurfbahn der der Erdkugel. Dann umrundet der Stein die Erde in einem endlosen Kreisfall. Einen solchen Fall macht der große Mondstein um die Erde herum. Wer aber hat ihn geworfen? – Er ist aus einer Trümmerwolke entstanden, die die Erde wie ein Ring umgab. Die kreisenden Trümmerbrocken wurden durch den Einschlag eines kleinen Planeten auf der noch sehr jungen Erde von ihr abgesprengt und in die Umlaufbahn um die Erde befördert. Daraus bildete sich der Mond durch Verdichtung. Seitdem fällt der Mond auf seiner Bahn um die Erde. Wo ist der Mond am Tag? Oder scheint der Mond nur in der Nacht? Der Mond geht auf und unter wie die Sonne, aber zu täglich wechselnden Zeiten. Wenn der Mond am Tag aufgeht, merkt man das nicht, weil mit seinem Aufgang kein Helligkeitswechsel einhergeht. Oft merkt man erst, dass der Mond am Himmel steht, wenn die Sonne untergeht und es dunkel wird. Dann übersieht man ihn nicht mehr. Ein Sichelmond leuchtet uns nur in der Dämmerung. Weil er nicht weit entfernt von der Sonne am Himmel steht, geht ein zunehmender Sichelmond kurz nach der Sonne im Westen unter. Ein abnehmender Sichelmond wird kurz vor Sonnenaufgang im Osten sichtbar, „verschwindet“ aber nach Sonnenaufgang in der großen Helligkeit des Tageshimmels. Er steht dann zwar immer noch am Himmel, kann aber nicht erkannt werden. Der Vollmond ist die ganze Nacht über sichtbar. Weil er der Sonne gegenübersteht (nur so sieht man von der Erde die ganze helle Seite des Mondes) geht er bei Sonnenuntergang auf und bei Sonnenaufgang unter. Bei Neumond steht der Mond in der Richtung der Sonne am Himmel. Dann sieht man ihn nicht und zwar aus zwei Gründen: Er steht tagsüber am Himmel, wenn es hell ist. Er zeigt uns die unbeleuchtete Seite.

Wie weit ist der Mond weg?

Die Mondentfernung kann man ermitteln, wenn man die wirkliche Größe des Mondes kennt. Nimmt man eine Kugel bekannter Größe (z.B. einen Fußball) und trägt sie fort, so sieht man sie kleiner und kleiner werden. Ist der Fußball 30 Meter entfernt, so gleicht seine sichtbare Größe der des Mondes (ausprobieren!). Nimmt man einen Tischtennisball, so muss man ihn dagegen nur aus 6 Meter Entfernung betrachten, damit er in Mondgröße erscheint. Kennt man also die Größe der Kugel, so kann man mit diesem Trick auch seine Entfernung bestimmen. Man kann und muss es mit dem großen Mond nicht ausprobieren, sondern rechnet es mit ein wenig Mathematik aus (Strahlensatz).

Was ist eine Mondfinsternis und wie groß ist der Mond?

Der Mond verrät uns seine Größe bei einer Mondfinsternis. Eine Mondfinsternis kann nur bei Vollmond eintreten, wenn er der Sonne gegenübersteht. Die Erde ist ja auch eine Kugel, die von der Sonne beleuchtet wird. Eine Hälfte der Erde ist hell, dort ist Tag, die andere Hälfte ist dunkel, dort ist Nacht (weil die Erde sich dreht, wechseln sich Tag und Nacht immer ab). Die Erde wirft natürlich auch einen Schatten, der immer von der Sonne weg zeigt. Der Vollmond hält sich also immer in der Gegend des Himmels auf, in die der Erdschatten zeigt. Bei manchen Vollmonden wandert er sogar genau in den Erdschatten hinein und wird verdunkelt. Steht er schon halb im Erdschatten, so sieht man den Verlauf des Schattens auf dem Mond und kann die Größe des Erdschattens an der Stelle des Mondes bestimmen. Man findet, dass der Erdschatten Kreis ungefähr dreimal größer als der Mond ist. Der Erdschatten ist aber an der Stelle der Mondfinsternis kleiner als die Erde, weil er wie ein Kegel spitz zuläuft und sich im Weltraum verliert. Deshalb ist die Erde noch ein wenig größer als der dreifache Monddurchmesser. Das Ergebnis ist: Die Erde ist im Durchmesser viermal größer als der Mond. Wenn man die Erdgröße kennt, kennt man also auch die Mondgröße und deshalb auch die Mondentfernung. Legt man 30 Erdkugeln aneinander, so hat man die Mondentfernung.Warum sieht man den Mond bei der Mondfinsternis noch in roter Farbe? Bei einer Mondfinsternis, wenn der Mond ganz im Schatten der Erde steht, bekommt er kein direktes Licht mehr von der Sonne. Trotzdem sieht man ihn noch, und zwar als schummrigen rötlich leuchtenden Lampion. Das rote Licht kommt von Erdrand, an dem gerade Dämmerung ist. Wir alle kennen die rötliche Färbung der Sonne und des Himmelslichtes bei Sonnen Auf – und – Untergang. Das rötliche Licht der Sonne entsteht durch die Ausdünnung des  Sonnenlichtes in unserer Lufthülle. Die Luftteilchen lassen rote Sonnenstrahlen besser durch als blaue. Deshalb ist ja auch der Tageshimmel blau, denn das blaue Licht der Sonne verfängt sich im Luftmeer. Steht die Sonne am Himmelsrand, so ist das Luftmeer tiefer für durchdringende Strahlen als bei einem höheren Stand. So verstärkt sich die Rotfärbung bei Horizontständen der Sonne. Das rote Sonnenuntergangslicht fällt auch noch in den Erdschatten ein. Steht der Mond während einer Mondfinsternis dort, fängt er es auf und erstrahlt rötlich.

Warum geht der Mond jeden Tag später auf?

Der Mond steht nicht immer an der gleichen Stelle des Himmels. Weil er die Erde umkreist, sehen wir ihn von Nacht zu Nacht neben anderen Sternen, in anderen Sternbildern. So kommt es ja auch, dass wir die wechselnden Lichtgestalten erleben. Wegen seiner Wanderung sehen wir immer unter anderen Blickwinkeln auf die helle Seite. Der Mond wandert in zweierlei Hinsicht: Ebenso wie die Sonne und die Sterne läuft er im Laufe der Nacht (oder des Tages) von Ost nach West, er geht auf und unter. Dies ist die tägliche Bewegung, die alle Himmelskörper mitmachen. Sie kommt durch die Erddrehung zustande. Weil wir den Himmel von der sich drehenden Erde betrachten und diese Drehung wegen ihrer Gleichmäßigkeit selbst nicht spüren, sehen wir einen Umschwung des Himmelsgewölbes in 24 Stunden.Die Mondbewegung aufgrund seines Umlaufs um die Erde erfolgt in die Gegenrichtung, also von West nach Ost. Jede Stunde legt er seinen eigenen Durchmesser in diese Richtung zurück, in einem Tag also ungefähr 24 Wegstrecken dieser Art. Deshalb steht er nicht nach 24 Stunden wieder in seiner höchsten Stellung, sondern erst wieder nach 24 Stunden und 50 Minuten (im Mittel). Auch auf die Auf- und Untergangszeiten wirkt sich das aus. Sie verzögern sich von Tag zu Tag.

Warum geht der Mond immer woanders auf?

Bei der Wanderung durch den Sternenhimmel, die in der vorherigen Antwort beschrieben wurde, steigt er auf höhere Tagesbahnen hinauf oder auf niedrigere hinab. Wir allen wissen, dass die Tage im Winter kürzer als im Sommer sind. Das liegt an der Höhe und Länge der jeweiligen Tagesbahn der Sonne. Im Winter geht die Sonne im Südosten auf, steht mittags tief am Himmel und geht bereits nachmittags in Südwesten unter. Wir haben 8 Stunden am Tag Sonnenlicht. Im Sommer dagegen geht die Sonne im Nordosten auf, steht Mittags sehr hoch am Himmel und geht abends im Nordwesten unter. Wir haben 16 Stunden Sonnenlicht. Im Laufe des Jahres verändern sich die Aufgangs- und Untergangsorte der Sonne am Ost- und Westhorizont. Die täglichen Sonnenbahn verlaufen deshalb in ständig wechselnder Höhe am Himmel. Beim Mond ist das fast genauso. Allerdings durchläuft er diesen Kreislauf der sich ständig wechselnden Tagesbahnen bereits in einem Monat, während die Sonne ein Jahr dafür benötigt. Somit kann man schon von Tag zu Tag eine deutliche Veränderung im Auf- oder Untergangsort bemerken.Weil der Mond sein Licht von der Sonne bekommt, zeigt er uns auch den Ort der Sonne an. Ein Vollmond z.B., der der Sonne ja gegenübersteht, läuft auf der Tagesbahn über den Himmel, die die Sonne ein halbes Jahr später wieder einnimmt. Der Sommervollmond läuft deshalb so tief über den Himmel wie die Wintersonne, der Wintervollmond so hoch wie die Sommersonne.

Was ist eine Sonnenfinsternis?

Eine Sonnenfinsternis entsteht, wenn der Mond sich bei seiner monatlichen Wanderung genau vor die Sonne stellt und die Sonne deshalb von der Erde nicht mehr ganz gesehen werden kann. Sie tritt nur bei Neumond ein, wenn der Mond zwischen Erde und Sonne durchläuft. Meistens geht er bei Neumond nicht genau auf der Linie Erde-Sonne durch, deshalb ist nicht bei jedem Neumond Sonnenfinsternis. Wenn er aber genau auf dieser Linie ist, trifft der Schatten des Mondes, der sich wie ein Kegel hinter dem Mond erstreckt, noch so eben auf die Erde. In diesem Bereich der Erde können, die Menschen eine vollständige Sonnenfinsternis sehen, bei der sich die ganze Sonne hinterm Mond versteckt. Es wird dann tagsüber für einige Minuten dunkel. Weil der Mond genauso groß aussieht wie die Sonne (in Wahrheit ist die Sonne 400 mal größer, sie steht aber auch 400 mal weiter weg von der Erde als der Mond), ist das Versteckspiel der Sonne hinter dem Mond so grade möglich für einige Orte, die genau auf der Linie Sonne-Mond stehen. Deshalb sieht man die vollständige Sonnenfinsternis nur von einem kleinen Bereich der Erde. Steht man 100 km neben der Zone der vollständigen Finsternis, so sieht man noch einen kleinen sichelförmigen Teil der Sonne neben dem Mond und die Sonnenfinsternis ist dann nicht vollständig sondern nur teilweise.

Wie selten sind Sonnen- und Mondfinsternisse?

Viele glauben, sie seien sehr selten. Das Gegenteil ist richtig. Sie sind häufig. Alle 173 Tage besteht Finsternis Gefahr. Ist also mal eine Mondfinsternis zu beobachten, so ist auch eine Mondfinsternis bei dem Vollmond, der dem Zeitunterschied von 173 Tagen am nächsten kommt, nicht unwahrscheinlich. So verhält es sich auch mit den Sonnenfinsternissen. Man kann das Auftreten von Finsternissen sehr genau berechnen. Jedes Jahr treten mindestens zwei Sonnenfinsternisse auf. In manchen Jahren sogar fünf. Mondfinsternisse gibt es bis zu drei im Jahr. Die eigentlich häufigeren Sonnenfinsternisse scheinen deshalb so selten zu sein, weil man sie nicht von allen Orten der Erde beobachten kann. Eine vollständige Sonnenfinsternis ist an einem ganz bestimmten Ort der Erde nur sehr selten zu sehen. Bei den Sonnenfinsternissen kommt es ja immer auf die genaue Spur an, die der Mondschatten auf der Erde zieht.Innerhalb von einigen tausend Jahren ist aber an jedem Ort der Erde mindestens einmal eine vollständige Sonnenfinsternis sichtbar. Die nächste vollständige Sonnenfinsternis in Deutschland ist im Jahr 2081 zu sehen. Mondfinsternisse können dagegen von allen Menschen beobachtet werden, die während der Mondfinsternis gerade Nacht haben. Deshalb sieht man sie an einem bestimmten Ort viel häufiger als Sonnenfinsternisse.

Wie macht der Mond Ebbe und Flut?

Das Fluten und Ebben des Meeres wird durch den Mond verursacht. Die Meere fließen wegen der Mondkräfte zu zwei Stellen der Erde etwas mehr hin. Die erste dieser Stellen liegt genau unter dem Mond, die zweite liegt der ersten auf der Erde genau gegenüber. Diese Stellen nennt man auch Flutberge. Weil die Erde sich in einem Tag dreht, kommt ein Küstenort an einem Tag durch beide Flutberge durch. Es gibt deshalb zweimal am Tag Flut und zweimal Ebbe. Wie macht der Mond die Flutberge? Er wirkt mit seiner Anziehungskraft auf die Erde. Erde und Mond drehen sich aber auch in einem Monat gemeinsam um einen Punkt, den man auch ihren „Schwerpunkt“ nennt. Die verschiedenen Erdstellen kreisen deshalb in bestimmter Weise und erleiden dabei Schleuder- oder Fliehkräfte, wie sie auch bei der Karussell Fahrt auftreten. Das Wechselspiel der Anziehungs- und Schleuderkräfte bewirkt die Wasserbewegung in die zwei Flutberge. Wenn die Erde ganz vom Meer bedeckt wäre, wäre die Flut nur 30 cm hoch. Weil es Kontinente gibt und Küsten und Meeresbuchten, in die die Flut hineinströmt, staut sich das Wasser schnell auf eine Höhe von einigen Metern an. An manchen Stellen der Erde steigt das Wasser sogar um mehr als 10 Meter an. Mancherorts gibt es auch gar keine Flut oder nur eine am Tag. Das liegt an der Art des Küstenverlaufs, der Wassertiefe und –Strömungen. Die Flutwirkung des Mondes kann dann durch diese Begebenheiten sehr verschleiert werden. Auch die Sonne macht zwei Flutberge, die aber nur halb so hoch sind wie die des Mondes. Wenn Sonne und Mond zusammenwirken, was immer bei Neumond und Vollmond der Fall ist, weil sich dann die Flutberge des Mondes und der Sonne auftürmen, entstehen besonders große Fluten, die „Springfluten“.

Ist der Vollmond doppelt so hell wie der Halbmond?

Nein, der Vollmond ist etwa zehnmal heller als der Halbmond. Bei Vollmond schauen wir den Mond aus der Richtung an, aus der auch das Sonnenlicht auf ihn einfällt. Weil der Mond eine staubige Oberfläche hat, die durch den ständigen Beschuss mit allerkleinsten Meteoriten aus dem Weltall nicht glatt, sondern tief zerfurcht ist, sehen wir das vom Mond ausgestrahlte Licht, welches vom Grund dieser Furchen kommt, nur, wenn wir direkt in diese Furchen hineinblicken. Er sendet also mehr Licht in die Richtung aus, aus der er beleuchtet wird, als in andere Richtungen. Sehen wir auf den Halbmond, so erblicken wir Mondlicht, das den Mond schräg zur Einfallsrichtung verlässt. Dieses Licht kommt vom oberen Rand des zerklüfteten Mondstaubes. Das Licht aus den kleinen tiefen Furchen sehen wir nicht. Deshalb ist er dann weit weniger als halb so hell wie der Vollmond. Der Mondstaub besteht auch aus besonderen Sandteilchen mit kleinen spiegelnden Flächen, die wie Katzenaugenspiegel (z.B. an den Fahrradpedalen) wirken und das Licht in die gleiche Richtung zurückwerfen, aus der es gekommen ist. Das verstärkt die Vollmondhelligkeit ebenso wie die Furchenbildung.

Warum reichen die Spitzen des Sichelmondes nicht ganz bis zu den Lichtpolen?

Das erklärt sich wiederum durch die Eigenarten des Mondstaubs. Die Lichtpole des Mondes sind die zwei Stellen, die von der Sonne horizontal, also ganz flach beleuchtet werden, und die wir als Beobachter horizontal, also wieder so flach wie nur möglich, anblicken. Sie werden kaum noch beleuchtet und wir können sie nicht sehen, weil sie von dem wenigen Licht, das sie von der Sonne noch erhalten, kaum noch etwas wegen der vielen Furchen und der Spiegeleigenschaft des Mondstaubs in unsere Richtung zurückwerfen. Das gilt auch noch für einen schmalen Saum an der Hell-Dunkel-Grenze des Mondes. Obwohl dort noch so eben Licht von der Sonne hinkommt, können wir diesen Saum von der Erde nicht sehen. Deshalb wäre der Mond, wenn wir ihn als Halbmond sehen, eigentlich schon mehr als halb sichtbar, wenn seine Oberfläche schön glatt wäre (also ohne Furchen, die das Licht schlucken und seitlich nicht mehr aussenden).

Warum sieht der Mond manchmal so groß aus?

Der Mond wächst nicht und er schrumpft nicht. Größer kann er nur am Himmel stehen, wenn er uns näher kommt. Tatsächlich steht er mal näher zur Erde und mal weiter weg, denn er läuft nicht auf einem schönen Kreis, sondern auf einer Ellipse (einem gestauchten Kreis) um die Erde. So kommt er der Erdmitte im Laufe eines Monats bis auf 356 400 km nahe und entfernt sich von ihr bis zu 406 700 km. Im Mittel hat er eine Entfernung von 384 400 km. Die Größenveränderung des sichtbaren Mondes wegen dieser Abstandsveränderung merkt man mit bloßem Auge nicht. Manchmal aber, wenn er am Horizont steht, scheint er doppelt oder dreimal größer zu sein als sonst. Das ist eine optische Täuschung! Unser Gehirn täuscht uns einen größeren Mond vor, weil wir so überrascht sind, ihn plötzlich vor uns am Horizont neben Bäumen, Bergen oder Häusern zu sehen. Wir konzentrieren uns dann ganz auf ihn, bekommen einen „Tunnelblick“ und bemerken viel mehr Einzelheiten auf kleiner Fläche, als sonst, wenn wir den Blick weit schweifen lassen. Das Gehirn tut aber so, als sei der Blick weiterhin weitschweifig und erzeugt die Illusion eines großen Mondes, weil es die Bildeinzelheiten von der kleinen Mondfläche in unseren Gedanken wieder auf eine scheinbar große Fläche verteilt. Man kann das Gehirn aber austricksen! Wenn man sich mit dem Rücken zum Mond stellt, sich vornüberbeugt und den Mond durch die Beine anblickt, sieht er wieder klein aus wie sonst auch. Das Gehirn ist dann irritiert und muss sich auf die veränderte Wahrnehmungssituation neu einstellen, was Zeit braucht. Bis dahin ist die berühmte und rätselhafte Illusion des großen Mondes, die schon die Forscher vor Jahrtausenden beschäftigt hat, verschwunden! Steht der Mond am Horizont neben Bäumen und Häusern, so sieht er manchmal doppelt oder dreimal so groß aus wie sonst. Das ist eine optische Täuschung! Die rote Farbe kommt durch die Lichtstreuung in der Lufthülle zustande.

Was hat das Osterfest mit dem Mond zu tun?

Alljährlich schwankt das Datum des Osterfestes im Kalender und mit ihm auch die Daten der an Ostern geknüpften Festtage Aschermittwoch, Christi Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam. Wie erklärt sich diese ständige Verlagerung von Ostern? – Jesus starb während des jüdischen Frühlingsfestes Passah am Kreuz. Das Passah-Fest wird in der Woche nach dem 14. Tag des jüdischen Frühlingsmonats gefeiert, der wie alle anderen Monate im jüdischen Kalender mit dem Erscheinen des Neulichtes beginnt. Das Neulicht ist die schmale Sichel des zunehmenden Mondes, die einige Tage nach Neumond am Westhorizont in der Abenddämmerung erblickt werden kann. Am 14. Tag eines jeden Mondmonats stellt sich der Vollmond ein. Das Passah-Fest ist folglich das uralte Fest des Frühlingsvollmondes. Der Frühlingsvollmond fällt nicht jedes Jahr auf das gleiche Datum, denn der unstete Mond hält sich nicht an das Sonnenjahr von etwa 365 Tagen, sondern zeigt sich jedes Jahr zu anderen Daten voll und rund. Er ist also „schuld“ an den beweglichen Feiertagen und somit auch an der Lage der Karnevalszeit und der Osterferien im Kalender.Das erste Osterfest, nämlich die Auferstehung Christi drei Tage nach der Kreuzigung, fiel zufällig auf einen Sonntag. Es war der Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling. Seitdem wird Ostern am ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond gefeiert.Wann aber beginnt der Frühling? Am 21. März. Dann sind Tag und Nacht gleich lang. Die Sonne steht zwölf Stunden über dem Horizont und zwölf Stunden darunter.

Was ist das Mondgesicht?

Blickt man den vollen oder fast vollen Mond an, so sieht man dunkle Flecken auf ihm, die die Forscher vor Jahrhunderten „Meere“ genannt haben, weil sie dachten, der Mond habe Meere und Kontinente wie die Erde. Die vermeintlichen Mondmeere sind aber aus dunklem, fast schwarzem Staub, der nahezu alles Licht verschluckt. Die Gebirgslandschaften des Mondes sind dagegen aus hellerem Stein. Der Mondstaub ist aus zerfallener Lava entstanden, die zu einer Zeit, als es noch Vulkane auf dem Mond gab, in tiefe Einschlagskrater geflossen ist und die Krater dabei ausgefüllt hat. Es waren also tatsächlich mal Meere, aber „Lavameere“ aus flüssigem heißen Stein. Die Anordnung der dunklen Stellen erscheint manchen Leuten wie ein Gesicht mit zwei Augen, Nase und Mund. Das ist das Mondgesicht. Man kann aber auch andere Dinge darin sehen, wie z.B. einen Hasen der aus einem Gebüsch springt, eine alte Frau die Wolle spinnt, eine Frau oder ein Mann mit Reisigbündel auf dem Rücken, zwei Kinder die sich an der Hand halten oder andere Dinge, die womöglich noch unserer Phantasie entspringen

Warum heißt der Mond „Mond“?

In unserer Sprache ist der Mond männlich und die Sonne weiblich. In vielen Sprachen ist das genau andersherum. Man weiß nicht, wer Sonne und Mond ihre Namen und ihr Geschlecht gegeben hat. Aber die älteren Bezeichnungen in indogermanischen Sprachen, die der deutschen Sprache vorangegangen sind, sind noch bekannt. Im Sanskrit heißt er mas, im gotischen mena, im altnordischen mani und im althochdeutschen mano und auch manin (weibliche Form!). Die Wurzel all dieser Bezeichnungen ist vielleicht me, was „messen“ bedeuten könnte, womit seine Eigenschaft als Zeitmesser gemeint ist. Weitere Bezeichnungen in indogermanischen Sprachen sind men, menes oder menot, worin auch das Wort „Monat“ anklingt. Warum ist die Mondsichel mal mehr oder weniger stark geneigt, sieht aber hier bei uns nie aus wie ein Schiffchen, wie das in der Äquatorgegend der Erde der Fall ist? Die zunehmende Mondsichel zeigt sich ein bis zwei Tage nach Neumond in der Abenddämmerung am Westhorizont. Wie sie in Bezug zum Horizont geneigt ist, hängt im Wesentlichen von nur zwei Einflüssen ab. Zum Einen spielt die Schrägstellung des Tierkreises zum Horizont eine Rolle. Der Mond durchläuft ebenso wie die Sonne den Tierkreis, allerdings einmal in etwa 27,3 Tagen, nicht wie die Sonne in einem Jahr. Im Frühling steht der Tierkreis steil zum Westhorizont, weshalb die Sichel dann „kahnähnlicher“ erscheint als im Herbst, wenn der Tierkreis flach in den Westhorizont hineinschneidet. Die Sichel steht in dem Fall nahezu „aufrecht“. Der Tierkreis durchschneidet den Himmelsäquator (den an die Himmelssphäre erweiterten Erdäquator) im Herbstpunkt und Frühlingspunkt unter einem Winkel von 23,5 °. Um diesen Winkel ist die Äquatorebene gegen die Ebene der Erdumlaufbahn („Tierkreisebene“, besser: Ekliptik) um die Sonne verkippt. Beobachtet man die Mondsichel von der Äquatorgegend aus, so ändert sich die Lage des Himmelsäquators in Bezug zum Horizont. Er verläuft dann zu diesem nicht mehr unter einem Winkel von 38,5° (= 90° – 51,5°; 51,5°= geographische Breite von Recklinghausen), sondern steht senkrecht darauf. Folglich zeigen sich alle zunehmenden Mondsicheln als Schiffchen, weil der zuerst genannte Einfluss nur noch eine kleine Verkippung in die eine oder andere Richtung bewirken kann. Ursache für diesen zweiten Einfluss ist die Kugelgestalt der Erde. Die Horizonte verschiedener Beobachter auf unterschiedlichen Breitenkreisen der Erde sind gegeneinander geneigt, weshalb die Beobachter das Geschehen aus der Sicht ihres jeweiligen Horizontes sehen, auf dem sie jeweils lotrecht stehen. Warum läuft der Vollmond im Winter hoch und im Sommer tief über den Himmel? Die Jahreszeiten entstehen durch die Schrägstellung der Aquatorebene gegen die Umlaufbahnebene um die Sonne (Ekliptik). Die Lage des Äquators ändert sich in Bezug zur Umlaufbahnebene nicht (vom sehr langsam ablaufenden Effekt der Präzession des Erdkreisels einmal abgesehen). Folglich gibt es eine Erdposition auf der Umlaufbahn, bei der die Sonne auf einen maximal nördlichen Breitenkreis der Erde senkrecht scheint (Wendekreis des Krebses). Das ist der Zeitpunkt des Nordhalbkugelsommeranfangs (20./21. Juni; Sommersonnenwende). Ein halbes Jahr später scheint die Sonne senkrecht auf einen maximal südlichen Breitenkreis (Wendekreis des Steinbocks). Das ist der Zeitpunkt des Nordhalbkugelwinteranfangs (21./22. Dezember, Wintersonnenwende). Scheint die Sonne senkrecht auf den Äquator so beginnt auf der Nordhalbkugel der Frühling (21. März) bzw. der Herbst (23. September).Diese Verhältnisse gelten in etwas veränderter Form auch für den Mond. Diskutiert sei hier nur der Vollmond. Bei dieser Phase sehen wir ganz auf die von der Sonne beleuchtete Seite des Mondes. Die Sonne steht dem Mond folglich gegenüber und die Erde liegt in der Mitte zwischen beiden. (Wenn die Erde genau auf der Verbindungslinie Erde-Mond steht, kommt es sogar zu einer Mondfinsternis, weil der Mond dann zwangsläufig im Erdschatten steht, der in die Gegenrichtung zur Sonne zeigt. Im Allgemeinen ist diese perfekte Aufreihung von Mond, Erde und Sonne nicht ganz erfüllt und die Sonne schient beim Vollmondereignis zur Beleuchtung des Mondes noch an der Erde vorbei.) Der Sommervollmond wird von der an Sommertagen hoch laufenden Sommersonne beschienen und läuft folglich auf einer niedrigen Bahn durch die Sommernacht. Er scheint dann nämlich senkrecht auf einen Breitenkreis der Südhalbkugel, was das Kennzeichen einer tiefen Bahn ist. Der Wintervollmond wird dagegen von einer tief stehenden Sonne beschienen, die senkrecht auf einen Breitenkreis der Südhalbkugel scheint. Folglich läuft er auf einer hohen Bahn durch die Winternacht und scheint selbst senkrecht auf einen nördlichen Breitenkreis der Erde. Als einfache Merkregel gilt:

Der Wintervollmond ahmt die Bahn der Sommersonne nach. Der Sommervollmond ahmt die Bahn der Wintersonne nach. Der Frühlings- bzw. Herbstvollmond ahmt die Bahn der Herbst- bzw. Wintersonne nach.

 Ein Blick zum Sternenhimmel .

 Das auffälligste Objekt am Nachthimmel ist wohl der Mond .  Die Mondbewegung ( besonders auffällig bei zunehmendem Mond also am Abend ) fällt dem Beobachter neben der täglichen Bewegung zwischen Auf.- und Untergang auch noch durch eine tägliche Wanderung durch die Sterne in West – Ost – Richtung auf, verbunden mit dem Wechsel der auffälligen Lichtphasen. Er hat einen Zyklus von gut 29 Tagen, also eine tägliche Bewegung vorbei an den Sternen von ca. 12°.  ​•​Aufgrund der Tatsache, daß der Mond näherungsweise ( in 5° Abweichung) die Erde in 29 Tagen umrundet, also 12 mal schneller als die jährliche scheinbare Bewegung der Sonne, ändert sich die Höhe der Bahn über dem Horizont auch merkbar für den aufmerksamen Beobachter.  Am Himmel bewegt sich alles, aber es gibt eine Ausnahme für einen Stern der für unser Auge immer an derselben Stelle steht, da die Erdachse in die Richtung dieses Sterns zeigt.  Dieser sogenannte Nordstern markiert für eine grobe Navigation, mit ausreichender Genauigkeit den Nordpol der nördlichen Hemisphäre unserer Erde.Damit stellt er das Zentrum der Kreisbewegung der täglichen Kreisbewegung der Sterne dar, und ist für den Beobachter somit stationär und gleichzeitig Orientierungspunkt für die Himmelsrichtung Nord , und darüber hinaus bekommen wir noch eine Information, nämlich die geographische Breite auf der wir uns befinden. Sie wird angezeigt durch die Höhe ( in ° ) des Nord-Sterns über dem Nordhorizont.   Unsere Erde dreht sich wie bekannt in 24 h einmal um ihre Achse. Dies Achse steht jedoch nich senkrecht auf ihrer Bahn,​sondern ist um etwas mehr als 23 ° zu ihr geneigt.Das hat zur Folge , daß auf ihrer jährlichen Bahn um die Sonne die Achse, je nach der Stellung in der Bahn, in Richtung Sonne gerichtet ist ( Sommer ) oder in die Gegenrichtung weist ( Winter ) Die Neigung der Erdachse zur Sonne ist also für die Jahreszeiten verantwortlich 

​Was kann man am nächtlichen Sternenhimmel noch sehen?  

​Mit bloßem Auge:  

​Neben dem Mond sind die augenfälligsten Objekte natürlich die hellen, und damit nächsten Sterne zur Sonne und auch die Planeten allerdings nur zu bestimmten Zeiten , bis hin zum Saturn , wobei der sogenannte Abendstern ,die VENUS, besonders hell am Abendhimmel nach dem Sonnenuntergang leuchtet, aber wie gesagt nur zu bestimmten Zeiten , aber über mehrere Monate. Ferner Die wichtigsten der uns primär interessierenden 44 Konstellationen des nördlichen Sternenhimmels, kann man durch einige Übung finden. Allgemein bekannte und deutliche Sternbilder wie der große Wagen das ganze Jahr , oder Orion im Winter dienen dabei als Ausgangspositionen . ​In der Deichsel des großen Wagens kann man mit guten Augen einen Doppelstern (Mizar und Alkor) identifizieren, sie werden auch als Augenprüfer bezeichnet, da für ihre Auflösung ein gutes Auge erforderlich ist, ferner offene Sternhaufen, wie die Plejaden z.B.das ist ein auffälliges Objekt , das schon in der Frühzeit als Orientierung Verwendung fand. Sternschnuppen und auch Kometen sind ebenfalls Objekte für den Beobachter ohne optische Hilfsmittel , wenn auch nur selten und zu bestimmten Zeiten.Mit einem Fernglas erschließen sich dann mehr Objekte der Beobachtung, wie weitere Doppelsterne , Kugelsternhaufen und offene Sternhaufen , sowie Kometen , Galaxien bleiben immer noch im Nebelbereich.Der Mond zeigt jetzt seine Kraterlandschaft . Erst mit einem Teleskop….. ab ca. 10 cm Öffnung, kann man mit hinreichender Deutlichkeit die meisten Formen der stellaren Objekte von den Doppelsternen über die verschiedenen Haufenformationen , planetarische Nebel, und andere Nebelformationen sowie Galaxien usw. erkennen . 

 ​Am Abend, nach Einbruch der Dunkelheit kann man dann auch noch zum Teil sehr helle Lichtpunkte für Minuten am Himmel aufleuchten sehen, hier handelt es sich nicht um Flugzeuge, und auch nicht um UFO’s , oder Ereignisse im Weltraum, sondern um Erd-Satelliten die auf ihren Bahnen in ca. 90 Minuten um die Erde ziehen und das Sonnenlicht mit ihren Sonnenreceptoren reflektieren . 

Die Internationale Raumstation (ISS) kann man zu vorberechneten Zeiten, die man aus dem Internet unter Angabe der Koordinaten des Standortes holen kann, als Lichtpunkt mit der Helligkeit eines mittleren Sterns durch die Sternkonstellationen fliegen sehen•​Ferner gibt es noch als spektakuläres Bild die sogenannten Iridium Flares, das sind amerikanische Telefon Satelliten, sie leuchten kurzzeitig am Abendhimmel auf, und können die mehr als doppelte Helligkeit der Venus in ihrer hellsten Phase erreichen. Auch den Zeitpunkt dieser Ereignisse kann man aus dem Internet erfahren, und dann am Abendhimmel beobachten.  

 

  Mondreisende.

 Himmelskunde für Mondreisende. Auf dem Mond ist der Himmel immer schwarz.Es gibt kein flackern von Sternen, keine Sternschnuppen, es gibt kein stimmungsvolles Auf.- und untergehen von hellen Gestirnen (wie auf der Erde durch Sonne und Mond.) Die Sonne ist etwa ebenso groß am Himmel wie auf der Erde. Die Erde steht mit ca. 2° also ca. 4-facher Mondgröße und Sonnengröße am Himmel. Die Positionen der Sterne ändert sich nicht wesentlich, man kann also die Sternbilder gut erkennen. Die Planeten bieten auch keine Besonderheiten.Das phantastische seeing das von keiner Atmosphäre gestört wird, ermöglicht eine bessere Sicht der Milchstrasse und die Sicht wesentlich mehr Sterne mit bloßem Auge.

 Der Mondtag

Die Sonne geht auch im Osten auf und im Westen unter, sie kulminiert für Beobachter auf der Nordhälfte des Mondes wie alle Gestirne in lunarer Südrichtung. Ihre Bewegung ist erheblich langsamer als auf der Erde, Für einen Süddurchgang benötigt sie 29 1⁄2 Tage. Das heißt der Mondtag ist fast 30 Erdtage lang, 1 Mondstunde ist also 30 Erdstunden lang. Knapp 15 Erdtage oder 354 Erdstunden steht die Sonne über dem Horizont. Die Dämmerung gibt es wegen der fehlenden Atmosphäre nicht, dafür kann man aber beim Aufgang und Untergang die Korona der Sonne bewundern . Von 1 Punkt des Monäquators aus betrachtet dauert es eine volle Erdstunde bis die Sonne vollständig über den Horizont gekommen ist, dabei wird es zunehmend heller.Die Sterne machen einen Umlauf in 27 1⁄2 Tagen nach einem Sternentag. Der Drehpunkt liegt nicht in der Nähe des Polarsterns sondern unweit des Drachenkopfes,in dem sich allerdings kein heller Stern zur Orientierung befindet. Wie auch auf der Erdeentspricht die Polhöhe der Breite auf dem Mond.Vom Standort werden also die zirkumpolarsterne definiert.

 Das Mondjahr.

Auch hier wandert die Sonne durch die Ekliptik. Für 1 Umlauf benötigt sie die gleiche Zeitdauer wie auf der Erde also 365 1⁄4 Tage. An jedem Mondtag bewegt sich die Sonne um ca. 30°auf der Ekliptik. Nach mehr als 12 Mondtagen ist dann das Jahr zu Ende Die Bahnneigung um die Erde und die Neigung seiner Drehachse ungefähr gleich sind, zeigt die Mondachse auf den Pol der Ekliptik im Kopf des Sternbildes Drachen. Himmelsäquator und Ekliptik fallen ungefähr zusammen. Dies hat die Folge daß während des ganzen Jahres die Sonne nahe dem Ostpunkt auf und im Westen untergeht. Tag und Nacht sind auf dem Mond fast gleich lang.Die Kulminationshöhe der Sonne schwankt um ganze 3° ( Erde 47°) Die Länge der 12 Mondtage unterscheiden sich daher nur um ca.1% voneinander.

 Der Mond- Monat.

Die Erde bewegt sich durch den Himmelsäquator , für 1 Runde durch den Tierkreis benötigt sie 27 1⁄4 Erdtage.Da dies aber der Umlaufzeit der Fixsterne entspricht kommt die Erde nicht vom Fleck, sie steht immer in gleicher Höhe und an derselben Stelle des Horizonts und läßt die Stern an sich vorbeiziehen. Die Erde verändert jedoch dauernd ihre Phase. Wenn es auf der Erde Neumond ist sieht man die Vollerde und umgekehrt. Zwischen Vollerde und Vollerde vergeht ein synodischer Monat von 29 1⁄2 Erdtagen.

 1 Tag auf dem Mond.

Die Erdfasen kann man nur von der erdzugewandten Seite sehen, auf der anderen Seite kann man die Erde niemals sehen. Die Erdscheibe ist vom Mond aus betrachtet ca. 13 mal größer als die Vollmondscheibe von der Erde aus.Eine Vollerde Nacht ist deutlich heller als eine Vollmondnacht . Die Neuerde ist auf dem Mond beobachtbar da hier Sonne und Erde nicht übereinander geraten sieht man eine sehr schmale Sichel vor dem schwarzen Hintergrund nahe der Sonne diese Sichel hat einen 4x größeren Radius als die Sonne.

 Finsternisse auf dem Mond.

 Da die Erde am Mondhimmel sehr viel größer erscheint, als der Mond am Erdhimmel, also auch wesentlich größer als die Sonne ist,treten auf dem Mond Sonnenfinsternisse sehr viel häufiger auf als auf der Erde vor allem totale Finsternisse.Die Sonne verschwindet für knapp 2 Stunden völlig hinter der Erde.Erdfinsternisse sind sehr viel seltener zu sehen. Der Kernschatten des Mondes hat in Erdentfernung nur noch einen Durchmesser von ein paar hundert km. Auf dem Mond sieht man daher nur noch einen kleinen schwarzen Punkt über die Erde wandern

 Unser Mond im Fokus.

 Die Kräfte des Mondes: Gravitation und Gezeiten Auch wenn bisher keine Beweise für die behauptete Wirkung des Mondes auf den Menschen gefunden wurden, glauben dennoch sehr viele an diese geheimnisvolle Kraft. Am häufigsten hört man das Argument, der Mond würde ja schließlich durch seine Schwerkraft die Gezeiten bewirken.Nahe gelegene Massen (Berge, Gebäude, Menschen) weisen deutlich größere Gezeitenkräfte auf, als alle Himmelskörper. Und es stellt sich daher die Frage, warum immer vom Mond die Rede ist und nicht etwa von den Gezeitenkräften der Berge oder Strassenbahnen. Mondeinflüsse auf den Menschen? Viele Menschen glauben auch heute noch an den „Einfluss“ des Mondes.So werden die Mondphasen unter anderem mit Verbrechen, Selbstmorden, Geisteskrankheiten, Umweltkatastrophen, und der Geburtenrate in Verbindung gebracht. In zahlreichen Untersuchungen hat man versucht, sogenannte „lunare Effekte“ nachzuweisen bzw. von anderen Effekten zu trennen. Bis jetzt haben diese Studien allerdings nichts ergeben was auf die oft geäußerte Wichtigkeit des Mondes für das Alltagsleben auch nur hindeutet. Natürlich ist es astronomisch wichtig, wo der Mond steht wenn man ihn beobachten will oder um auf ihm zu landen. Es ist ein großer Unterschied ob der Mond die Nacht erhellt oder im Stockdunkeln abseits der Städte kein Weg zu sehen ist. Aber keine zuverlässige Korrelation zwischen dem Vollmond (oder anderen Mondphasen) und menschlichem Verhalten hat jemals wiederholten Überprüfungen standgehalten.Ivan Kelly, James Rotton und Roger Culver nahmen mehr als 100 Studien über Mond-­‐Effekte in Augenschein und kamen zu dem Schluss, dass die Studien keinerlei signifikante Korrelation zwischen dem Vollmond und folgenden „Effekten“ zeigen:

Mordrate, 

Einweisungen in Nervenheilanstalten, Verkehrsunfälle Unruhe in Pflegeheimen, Notrufe an Polizei oder Feuerwehr , Überfälle , Gewalt in der Familie , Schusswunden , Geburten , Messerstechereien , Selbstmord Notaufnahmen ,Katastrophen , Mordanschläge , Vampirismus , Entführungen , Alkoholismus , Aggressionen bei Hockeyspielern, Schlafwandeln , Gefängnisgewalt , Epileptische Anfälle , Aggressionen .Die weitläufige These bei Vollmond würden Gewalttaten ganz generell zunehmen und besonders Patienten in psychiatrischer Behandlung würden während dieser Monphase auffallend häufiger zu Aggressionen neigen, wurde durch mehrere Studien widerlegt. Lunar cycles and violent behaviour, Australien 1998 Moon cycles and violent behaviours: myth or fact?, Spanien 2002 Angstzustände und Depression In vielen Jahren psychiatrischer Praxis konnte zwischen Mondphasen und der Häufigkeit von Konsultationen betreffend Angstzustände und Depressionen im Rahmen der allgemeinen Praxis kein Zusammenhang nachgewiesen werden. Die Studie untersuchte die Häufigkeit der Anfragen von über 700 registrierten Patienten in den Jahren 1971-­‐1988 in der „general practice“ in Beckenham, South London.

Autounfälle 

Eine Untersuchung etwa, von einer Viertelmillion Sachschäden und mehr als 50.000 Personenschäden bei Autounfällen fand deutliche jahreszeitliche und kalendarische Häufungen, aber keinen Zusammenhang mit dem Mondzyklus (synodisch, anomalistisch, ab oder zunehmend sowie Vollmondtagen). Arbeitsunfälle , Unfallhäufung zu Vollmond nur ein Mythos.Der österreichische Physiker und Astronom Robert Seeberger wertete gemeinsam mit Prof. Manfred Huber rund 500.000 Arbeitsunfälle aus, die sich zwischen den Jahren 2000 und 2004 ereigneten. Auch hier konnte kein Mondeffekt nachgewiesen werden.Quelle: ORF Epilepsie Professor Selim Benbadis, Neurologe und Neurochirurg an der University of South Florida in Tampa, USA, hat mit Kollegen über einen Zeitraum von drei Jahren 770 epileptische Anfälle analysiert. Ergebnis: Der Vollmond hat keinen Einfluß auf Epileptiker. Quelle: http://www.aerztezeitung.de/ Vollversion der Studie für registrierte User unter: http://www.sciencedirect.com/ Mai 2004 Geburten Studien in Entbindungsstationen ergaben, dass an Vollmond nicht mehr Geburten stattfinden als sonst.

Mehr zu Mondphasen und Geburten: http://www.wir.hebammen.at/kerschbaumer/vollmond.htm Auch Die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP), ging der Frage nach ob der Mond wirklich einen Einfluß auf die menschliche Geburtenrate besitzt. Im Rahmen dieser Studie wurden 40.000 Geburtsdaten aus europäischen Ländern, Entwicklungsländern und aus dem 19. Jahrhundert analysiert. Fazit: „weder heute noch früher, weder in Städten noch in ländlichen Regionen ließen sich irgendwelche Auswirkungen des nächtlichen Gestirns nachweisen.“Eine Studie von 2,76 Millionen Geburten im Zeitraum von 1970-1999 (371 Mondzyklen) in Österreich, ergab keinen Zusammenhang zwischen Mondphase und Geburtenhäufigkeit. Eine besonders interessante Studie wurde von italienischen Forschern durchgeführt. Sie untersuchten in einem Zeitraum von 37 Mondzyklen 5226 Hausgeburten in Maputo (Mozambique), die ohne medizinische Unterstu! tzung stattgefunden haben. Auch hier konnte kein Zusammenhang zwischen Vollmond oder anderen Mondphasen und der Häufigkeit von Geburten gefunden werden. The influence of lunar phases on the frequency of deliveries Im Mai 2005 wurde in der Fachzeitschrift American Journal of Obstetrics and Gynecology eine neue Studie publiziert. (The Effects of the Full Moon on Frequency of Births and Birth Complications) Dr. Jill Arliss vom Mountain Area Health Education Center in Asheville (North Carolina), Erin Kaplan and Shelly Galvin untersuchten mehr als 500 000 Geburten.

Ergebnis: Kein Anstieg der Geburten um den Vollmond. Galvin: „So while it may be fun to consider the full moon closest to your due date as the future „birthday“ for your baby, you’d have as good a chance of being right as throwing a dart at your calendar.“ Juni 2005: Birth rate and its correlation with the lunar cycle and specific atmospheric conditions. (Morton-Pradhan Susan; Curtis Bay R.; Coonrod Dean V.) Und auch die Menstruation unterliegt nicht den Einflüssen des Mondes. Mondzyklen und Menstruation: La Luna, menstrual cycle vs. lunar phases Schlafstörungen Bei Umfragen behaupten zwar immer wieder an die 40 Prozent der Befragten, sie hätten bei Vollmond Schlafstörungen. Doch alle Ergebnisse wissenschaftlicher Studien konnten die Behauptung, dass der Schlaf vom Vollmond beeinträchtigt wird, nicht bestätigen. Univ.-Prof. Dr. Josef Zeitlhofer und der Psychologe Dr. Gerhard Klösch (beide von der österreichischen Gesellschaft für Schlafmedizin und Schlafforschung), veröffentlichten vor kurzem das Ergebnis (im ÖGSMSF (ASRA) NEWSLETTER JAHRGANG 11, NR. 1/2003, Seite 9) ihrer sechs Jahre dauernden Studie, die ebenfalls beweist, der Vollmond beeinflusst die Schlafqualität nicht. Auch der Schlafmediziner Prof. Dr. Dieter Riemann von der Freiburger psychiatrischen Universitätsklinik wandte sich gegen den allgemein gu! ltigen Glauben, dass der Schlaf vor allem bei Vollmond gestört sei. Dies werde durch die wissenschaftlich erzielten Ergebnisse nicht bestätigt. Quelle: MEDI Report Schlafwandler folgen heute u! brigens Lichtreklame statt dem Mond. Mondlicht Wie aktuelle Untersuchungen zeigen, scheint nächtliches Licht tatsächlich unseren Organismus zu beeinflussen. Allerdings ist hier nicht vom Licht des Vollmondes die Rede, das mit einer Helligkeit von weniger als einem Lux eher recht schwach ausfällt, sondern von unserer künstlichen Beleuchtung. Eine Studie der österreichischen Ärztin Eva Schernhammer zeigte: Das Brustkrebsrisiko ist bei Nachtschwestern um bis zu 36 Prozent höher. (WDR) 1 Lux entspricht dem Licht einer Kerze im Abstand von einem Meter. Eine klare Vollmondnacht ist hingegen nur 0,2 bis 0,3 (Mond sehr hoch stehend) Lux hell.

Selbstmord 

Hartnäckig hält sich auch immer noch das Gerücht, bei Vollmond würden sich mehr Menschen das Leben nehmen. Aber auch diese Behauptung, wurde durch eine Reihe von Untersuchungen widerlegt. So zeigte beispielsweise die Untersuchung von 3033 Selbstmördern Nordrhein-Westfalens, die sich im Jahre 1971 das Leben genommen haben, dass die Mondphasen keinen Einfluss auf die Häufigkeit von Selbstmorden haben. (Zusammenfassung: Springerlink) In einer anderen Studie (Sacramento County, CA) untersuchte man 4190 Fälle in einem Zeitraum von 58 Jahren. Das Ergebnis auch hier: Freispruch für den Mond! Operative Eingriffe nach dem Mondkalender Immer wieder äußern Krankenhauspatienten den Wunsch, bei einer bestimmten Mondphase operiert zu werden. Sie glauben, das Risiko für Komplikationen sei dann geringer.Kein Wunder, denn Behauptungen dieser Art finden sich praktisch in allen astrologischen Mondkalendern. Auch Paungger und Poppe gehen in ihrem Bestseller, „Vom richtigen Zeitpunkt – Die Anwendung des Mondkalenders im täglichen Leben“ (1994) darauf ein: „Für chirurgische Eingriffe jeder Art außer für Notoperationen gilt: Je näher am Vollmond, desto ungünstiger. Der Vollmondtag hat die negativsten Auswirkungen. Wenn man die Wahl hat, sollte man bei abnehmenden Mond operieren.Alles, was die Körperregion, die von dem [Tierkreis]Zeichen regiert wird, das der Mond gerade durchschreitet, besonders belastet oder strapaziert, wirkt schädlicher als an anderen Tagen. Chirurgische Eingriffe an diesen Tagen sollte man daher, wenn irgend möglich, vermeiden.“ Doch Studien belegen, der Mond hat keinen Einfluss auf operative Eingriffe. Untersuchung der Grazer Uni-Klinik (Über Textsuche – Stichwort „Mond“ ist der Artikel noch zu finden) Ebenfalls keinen Zusammenhang zwischen Mondphasen und Überlebenschancen nach Brustkrebsoperationen,(studiert an 3757 Fällen) fanden Ärzte im Lainzer Krankenhaus (Wien). Hier der Volltext Der Soziologe Edgar Wunder und der österreichische Chirurg Michael Schardtmu! ller untersuchten in ihrer Studie: „Moduliert der Mond die perioperative Blutungsgefahr und andere Komplikationsrisiken im Umfeld von chirurgischen Eingriffen?“ (PDF-Datei (49 kB) Das Ergebnis: Der Mond ist für den Operationserfolg irrelevant.  Eine weitere Studie wurde an 782 Patienten in Bayern durchgeführt. Das Resultat: Lunar phase does not influence surgical quality (Holzheimer, Nitz, Gresser) Beeinflusst der Mond die Nachblutung nach Tonsillektomie (Mandeloperation)? An der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde der Medizinischen Hochschule Hannover, wurde anhand einer retrospektiven Studie untersucht, ob der Mond einen Einfluss auf das Auftreten von Nachblutungen nach Mandeloperationen hat. Berücksichtigt wurde nicht nur die jeweilige Mondphase sondern auch die Stellung des Mondes im Tierkreiszeichen. Ergebnis: Eine signifikante Korrelation zwischen dem Operations- Nachblutungsdatum und der Mondphase konnte nicht gezeigt werden. Abstract: Tonsillektomie: Wird die Nachblutung durch Mondphasen beeinflusst?, F. Faust, M. Teschner, T. Lenarz und B. Schwab Mondholz Viele schwören, bei abnehmendem Mond werde das bessere Holz geschlagen. Doch auch in diesem Fall haben Wissenschaftler den Beweis erbracht, dass die Mondregeln keine Gu! ltigkeit haben. Der richtige Zeitpunkt ist ein falscher (ORF Modern Times 19. 2. 1999) Prof. Claus-Thomas Bues und Dr. Jens Triebel von der TU Dresden gingen der Frage nach: „Hilft der Mond gegen das alljährliche „Nadel-Drama“ unterm Weihnachtsbaum?“ Fazit: Nein Auch dem DFV Journal (Zeitschrift des Deutschen Forstvereins e.V., Heft 1/2001) zufolge, haben Untersuchungen in den letzten Jahren ergeben, dass es „keinen Zusammenhang zwischen dem Stand des Mondes zum Zeitpunkt der Baumfällung und den Holzeigenschaften … gibt.“ Quelle: GWUP Dass immer mehr Holzhändler mit dem „Mondholz“ werben, bezeichnet der Biologe Pedro Gerstberger, (Universität Bayreuth) als „Geschäftemacherei“. Die Zeit Info Mondholz (TU Dresden – Fakultät Forst-, Geo- und Hydrowissenschaften) Mond und Wetter Eine bereits uralte, sich aber bis heute hartnäckig haltende Behauptung ist, dass sich beim Mondwechsel, also bei Neumond oder bei Vollmond, auch das Wetter ändert. Die Wissenschaft hat jedoch herausgefunden, dass die behaupteten Zusammenhänge von Mond und Wetter einer genauen Überprüfung nicht standhalten. Das ist nicht verwunderlich da die Strahlung des Mondes etwa fünfhunderttausendmal schwächer ist als die Wind und Wetter tatsächlich antreibende Sonnenstrahlung. In den sehr dünnen Außenteilen unsere Atmosphäre die sehr empfindlich auch auf winzige Veränderungen im Weltraum (etwa den Sonnenwind) reagieren sind sehr kleine aber messbare Einflüsse des Mondes denkbar und werden untersucht. Auch gibt es Wetterphänomene die über die Gezeiten indirekt mit dem Mond zusammenhängen. An- und abströmende Wassermassen etwa verdrängen bei Ebbe und Flut die Luft und das führt an manchen Orten mit sehr starken Gezeitenströmen zu Wind. So gesehen machten auch Vulkanausbrüche, andere starke Explosionen oder Lawinensprengungen Wetter. „Unser“ Wetter ist aber die sonnengetriebene Bewegung der Luft und ihre Folgen. Hoch – und Tiefdruckgebiete, die innerhalb weniger Tage unsere Kontinente durchstreifen, sind für den Wetterwechsel verantwortlich. Und so tritt der Wetterwechsel an verschiedenen Orten an verschiedenen Tagen auf. Neumond oder Vollmond jedoch, ereignet sich für die ganze Erde am gleichen Tag. Somit kann eine solche Wetterregel niemals für alle Orte der Erde gültig sein. Manche Astrologen behaupten dennoch, der Mond würde sich überall auf der Erde unterschiedlich auf das Wetter auswirken und man müsse für die Prognose selbstverständlich den jeweiligen Ort auf der Erde berücksichtigen und dafür ein individuelles Horoskop erstellen. Denkt man aber an die Atacama Wüste, die trockenste Wüste der Welt, um nur eines von vielen Beispielen zu nennen, dann wird schnell klar, wie wenig sinnvoll es wäre, sich auf die Mond- Wetterregeln zu verlassen.Hundebisse ! laut einer britischen Studie sollen Menschen um die Zeit des Vollmondes öfter von Hunden gebissen werden als sonst. Australische Wissenschaftler jedoch entlarven die „Mond-Hund Theorie“. Die australische Studie: Artikel von Simon Chapman und Stephen Morrell, erschienen im British Medical Journal (Dezember 2000) Die britische Studie: Artikel von Chanchal Bhattacharjee et al, erschienen in der gleichen Ausgabe des British Medical Journal Oder eine kurze Zusammenfassung bei: space.com In einer neuen Studie, durchgeführt von griechischen Biostatistikern, wurden die Mondphasen von 2600 Hundebissen verglichen. Auch hier konnte keinerlei Zusammenhang festgestellt werden. (ZEIT)

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